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Off-Road kochen

Von: Lesezeit: 3 Minuten
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Köche sind zweifelsfrei ein eigenes „Trademark“. Sie sind Lebensmittelexperten, Macher, Organisationstalente und Künstler – alles in Einem. Mit Adrenalin im Blut laufen Sie zu Hochform auf und arbeiten auch dann, wenn alle anderen frei haben… Zu pathetisch? Vielleicht. Fakt ist jedoch, ein Koch arbeitet viel und hat kaum Freizeit.

Und was macht er, wenn er frei hat? Den Job ablegen? Mit der Kochjacke? In den seltensten Fällen. Wer selbst Koch ist, weiß, die Passion fürs Kochen lässt sich nicht einfach so bei Seite legen, wie Hammer und Nagel. Sie wurde jahrelang in der Küche eingebrannt wie ein Tattoo oder sitzt wie ein Chip, im Nacken. Réne Linke, Cateringunternehmer aus Velbert im Ruhrgebiet, zumindest tickt so. Er brennt fürs Kochen. Im Job als auch in seiner Freizeit.

Chefs Free Time

Image: Jonas Egert

Abenteuer und großes Kino erlebt Réne Linke seit Jahren im Rahmen der Landover Experience Tour. Neun Mal war er dabei. In den abgelegendsten Orten dieser Welt. In Island, Namibia, Kanada, Australien und zuletzt in Peru. Die Frage, in welcher Funktion, erübrigt sich. Ohne Essen und Verpflegung geht auch da nix. Denn auch an den atem­beraubendsten Orten der Welt, steht und fällt am Ende die Stimmung mit dem Essen.

Als Koch der Landrover Experience Tour versorgt er rund 40 bis 50 Personen täglich. Tour-Teilnehmer, Verantwortliche und Medienpartner – alles offroad. 2.000 Kilometer hat er im vergangenen Jahr in 14 Tagen mit dem Land Rover Discovery als Tour-Fahrzeug zurückgelegt. Weit abseits ausgebauter Straßen. Dschungel, Wüste, Berge mit teils 5.000 m hohen Passstraßen – alles dabei. Da wird die Luft schon mal dünn.

Um das Auto zur mobilen Küche umbauen und Vorrat aufstocken zu können, reist der Koch immer eine Woche vor den Teilnehmern ans Ziel. Die Lage sichten. On Board: Frischeboxen, Gasgrill, Notstromaggregat, SelfCookingCenter und Campingpumpe. Letzteres, um unter freiem Himmel im Combi-Dämpfer dämpfen zu können.

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Image: Jonas Egert / Alex Seger / Henning Lueke

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Image: Jonas Egert / Alex Seger / Henning Lueke

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Was man während der Tour so isst? Überraschend frisch und gut. In Peru hat Linke unter anderem Thunfisch-Steaks, Reis- und Kartoffelgerichte, Ceviche, Rinder-Steaks, Spargel, Gambas und als Krönung warmen Schokoladenkuchen serviert. Abends im Camp, in Lagerfeueratmosphäre, in the middle of nowhere…

Die Tage während der Tour sind anstrengend und lang. Übernachtet wird in Camps in Swags: Super solide gebaute Zelte mit integrierter Matratze, in die nur eine Person reinpasst. Morgens ist Linke immer der Erste, der wach ist. Sein Wecker klingelt um 04:00 Uhr. Einer muss ja Frühstück machen. Rührei, Brötchen und Croissants – frisch aufgebacken versteht sich. Auf mehr als 4 Stunden Schlaf kommt der Tour-Koch so in der Regel nicht.

Off-Road Catering chef life

Image: Jonas Egert

Das Tour-Menü plant Réne, soweit es geht, vor. Unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten und Angebote. Doch meistens kommt es anders. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein Erdrutsch zum Dilemma wird und man die geplante Strecke zum Stützpunkt wieder zurückfahren muss.  So muss die mobile Küche nachts, mit Stirnlampe, aufgebaut werden. Und on top wird das ganze Dorf spontan mitverpflegt. Doch Linke hat sich nach neun Touren ans Improvisieren gewöhnt und weiß sich zu helfen. O-Ton: Alle Köche sind besch… die sich nicht zu helfen wissen.

Sandstrecken, Matsch sowie enge, nicht ausgebaute Straßen zählen zu den größten Herausforderungen während der Tour. Weg freischaufeln, schieben, ausbuddeln und abschleppen gehört da einfach zum Programm. Im Outback in Australien musste Réne einmal mit einem Kollegen – er auf seinen Schultern – 10 Stunden lang Palmen freischneiden, um weiterfahren zu können. Jeder Tag ist anders. Zur Challenge kann auch mangelhaftes Benzin werden. Sehr zum Leidwesen des Landrover. Wie beim Koch geht auch beim Landrover nichts ohne ordentliches Benzin.

Glücklicherweise geht es bei der Landrover-Tour jedoch nicht ums Siegen und um Schnelligkeit. Erklärtes Ziel ist „Ankommen und Dabeisein“. Neben Off-Road Fahrqualitäten und GPS-Navigation ist vor allem Teamgeist und Durchhaltevermögen gefragt. Nur gemeinsam sind am Ende alle stark.

2019 geht die Landrover-Tour weiter. Nach Namibia in den Kavango-Zambezi-Nationalpark. Mit dabei wieder Réne Linke. Auch im zweitgrößte Naturschutz­gebiet der Erde wird der Koch seine Abenteuerlust perfekt ausleben können. Um am Ende wieder glücklich und zufrieden zu Frau und Tochter heimzukehren. Wer´s glaubt oder nicht – letztendlich ist Linke ein Familienmensch.

Auch Lust auf Abenteuer? Finde Deine Challenge…

Über René Linke
Seit über 20 Jahren führt René Linke erfolgreich das Premium Catering Unternehmen „Linke Catering“ in Velbert. In ausgewählten Locations sorgt er gemeinsam mit seinem Bruder André für große Momente. Privat sucht der 47-jährige das Abenteuer. Großes Kino erlebt er seit Jahren im Rahmen der Landrover Experience Tour. Neun Mal war er dabei. Als Koch. An den abgelegendsten Orten dieser Welt…

 

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