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Forough Vakili – auf einen guten Bissen ins Restaurant Le Bon Nosh

Von: Lesezeit: 4 Minuten

Im Le Bon Nosh in Atlanta, Georgia setzt Forough Vakili auf lokale und saisonale Produkte. Wie die Chemieingenieurin ihre Liebe zur Kochkunst entdeckte und was ihre Lieblingszutaten sind, erzählt die gebürtige Iranerin KTCHNrebel.

Einfach gut Essen und herzliche Gastfreundschaft sind das Credo von Forough Vakili im Le Bon Nosh in Atlanta, Georgia. Hier ist der Name Programm, denn Le Bon Nosh bedeutet so viel wie „der gute Bissen“. Die gebürtige Iranerin ist selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen: „Regional und saisonal zu essen, war schon immer ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Einer der Gründe, warum ich Köchin wurde, war den Menschen eine einfachere und gesündere Art der Ernährung wieder näher zu bringen“, sagt Forough Vakili, die mit 16 Jahren in die USA umsiedelte und für die dieser Umzug insbesondere kulinarisch gesehen einen wahren Kulturschock darstellte.

Speisen für Körper und Geist

Im Le Bon Nosh will die Inhaberin und Küchenchefin heute gutes Essen und gesunde Ernährung vereinen: „Unser Ziel ist es, Körper und Geist mit qualitativ hochwertigen, lokalen Lebensmitteln und einer tollen Erfahrung zu bereichern.“ Die Liebe und Leidenschaft die die 40-Jährige nicht nur in ihre Speisen steckt, erkennt man, auch sobald man das Interior des Le Bon Nosh betrachtet. Mitten in der Wohnsiedlung The Irby im Stadtteil Buckhead gelegen, vereint es sowohl Café als auch Restaurant und Weinbar auf eine ganz besondere Weise.

 

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Das Konzept lautet Gemeinschaft und Zusammenkunft: „Ich möchte, dass du hereinkommst und dich wirklich fühlst, als würdest du an meinem eigenen Esstisch speisen“, erklärt die Küchenchefin. Ein Blick ins Restaurant und man kann dieses Bestreben nur bestätigen. Denn neben den Gemeinschaftstischen aus Eichenholz und dem Gastraum mit Weinbar blickt man direkt auf das Highlight: die offene Küche mit einem speziellen Herd in der Mitte. Das Licht, das durch die raumhohen Fenster fällt, sorgt zudem für ein heimeliges Ambiente. Und das, obwohl sich das Restaurant sogar über zwei Ebenen und rund 550 Quadratmeter erstreckt.

„Das ist es, was wir mit unserem Design tun konnten. Es fühlt sich sehr wohnlich an“, so die Restaurant-Chefin. Zum weiteren Verweilen lädt außerdem der Marktbereich mit Barista Station und Bäckerei Vitrine ein, die zahlreiche Köstlichkeiten beinhaltet.

Forough Vakili: Gemüse ins Rampenlicht!

Das Le Bon Nosh steht „für die Schönheit einfacher Lebensmittel und für ein Essen im Einklang mit den Jahreszeiten mit französisch beeinflussten Gerichten, die von meiner Zeit in Paris inspiriert sind“, erklärt die Küchenchefin, die selbst Schülerin an der berühmten Kochschule Le Cordon Bleu war. „Ich verwende so wenige Zutaten wie möglich, regional und saisonal. Meine Salatdressings gehören zu meinen Markenzeichen, ebenso wie meine Pesto- oder Ragout-Saucen.“

 

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Ein Signature-Gericht, von dem zahlreiche Gäste schwärmen, ist etwa der Grünkohl-Caesar-Salat – eine Kombination aus lokalem Grünkohl, in Tahini, garniert mit Kichererbsen und Preiselbeeren. Sich vor dem Besuch das Menü anzusehen, bringt nicht viel, denn ein Blick auf die Menükarte zeigt, hier ist nichts zu finden. Alle Gerichte werden je nach Verfügbarkeit und Saison angepasst. Im Fokus stehen vorwiegend vegetarische Gerichte: Ob ein französischer Linsensalat oder eine Kürbis-Caponata-Tartine: „Ich denke, dass Gemüse oft nicht genug im Rampenlicht steht und immer als Nebensache betrachtet wird“, sagt Vakili.

Durch ihre Kindheit geprägt, legt die kreative Köchin auch heute sehr viel Wert auf die Qualität und Herkunft der Zutaten, die sie für ihre Gerichte verwendet. Diese kommen von regionalen Bauernhöfen, etwa der Riverview Farm und der Ziegenkäse von der Decimal Place Farm. Diese hochwertige Auswahl gepaart mit der Leidenschaft und Hingabe mit der Vakili kocht machen den Besuch des La Bon Nosh zu einem wahren kulinarischen Erlebnis. „Meine Inspirationen stammen hauptsächlich von meinen Reisen aber auch von meinen Besuchen auf dem Bauernmarkt hier. Einige meiner Lieblingszutaten sind bittere Blattsalate, Koriander, Auberginen, Tomaten oder ein schönes Fischfilet“, erklärt die Köchin. Ihre eigene Leibspeise ändert sich je nach Saison: „Eines meiner Lieblingsgerichte, das ich auch für meine Gäste zubereite, ist Boeuf Bourguignon“, verrät die ideenreiche Köchin.

Forough Vakili

Image: Le Bon Nosh

Von der Chemieingenieurin zum eigenem Restaurant

Wie bei vielen Spitzenköchen war nicht klar welche berufliche Karriere die junge Forough Vakili einmal einschlagen möchte: Nach Abschluss ihres technischen Studiums an der Georgia Tec arbeitete sie zwei Jahre als Chemieingenieurin. Doch das war nicht ihr Lebenstraum. „Ich wollte Kochen lernen, etwas kreatives machen!“ so Vakili. Gesagt, getan. 2011 besuchte sie die Kochschule Le Cordon Bleu Paris und arbeitete danach in einem Zwei-Michelin-Sterne-Restaurant in der Bretagne. 2012 kehrte sie nach Atlanta zurück, wo sie Pop-up-Dinners veranstaltete. Mit Erfolg, denn so wurde der Autohersteller Porsche auf Vakili aufmerksam und engagierte sie als Beraterin für die Verpflegung in der nordamerikanischen Zentrale.

Vakili arbeitete zudem mit der Food-Management-Firma Bon Appétit zusammen und betreute drei Geschäftsbereiche: darunter ein Fine-Dining-Restaurant, eine Mitarbeiterkantine und den Catering-Bereich. Doch auch diese Tätigkeiten erfüllten die ideenreiche und toughe Köchin nicht zu 100 % und der Wunsch etwas Eigenes zu schaffen veranlasste sie schließlich dazu sich ab 2017 auf die Konzeption des Le Bon Nosh zu konzentrieren. Die Eröffnung folgte schließlich 2021.

 

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Menschlichkeit geht auch in der professionellen Küche

„Ich glaube daran, dass ich die Küche zu einem angenehmen Arbeitsplatz mache und möchte eine gute Lehrerin sein“, betont Forough Vakili. „Wir sind alle Menschen und werden immer Fehler machen. Aber solange wir aus unseren Fehlern lernen und uns verbessern, ist das in Ordnung.“ Die sympathische Inhaberin ist Mutter einer Tochter und eines kleinen Sohns – aber lassen sich Familie und Beruf vereinbaren, und wenn ja, wie? „Früher habe ich oft mit der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben gekämpft. Aber ich suche nicht mehr nach dem Gleichgewicht und konzentriere mich mehr auf die Momente. Wo immer ich mir einen Moment Zeit nehmen kann, um meine Kinder oder meinen Mann in meinen Tagesablauf einzubeziehen, tue ich das.“ Ihr Tipp für Kolleg:innen in der Gastro: „Gehe nicht so hart mit dir selbst ins Gericht und versuche das Beste aus dem zu machen, was du tun kannst.“

Dass lokal produzierte Lebensmittel eine Herzensangelegenheit für Fakili sind, zeigt sich auch an einem ihrer neuesten Projekte. So hat die innovative Geschäftsfrau im Mai 2023 einen wöchentlichen Liefer-Service mit dem lokalen Bauernhof Hickory Hill ins Leben gerufen. Ziel ist es eine Gemeinschaft zu fördern, die sich für Nachhaltigkeit einsetzt und über den Zugang zu hochwertigen, lokal erzeugten Lebensmitteln und Bildungsprogrammen etwas zurückgibt. Bestellt werden kann online auf der Website des Restaurants. Im Hauptprodukt – der Bio-Tasche – sind mindestens acht verschiedene, lokal produzierte Gemüsesorten und Obst je nach Saison enthalten. Außerdem können weitere Grab-and-go-Produkte von Le Bon Nosh sowie Rot-, Weiß- oder Schaumwein hinzugefügt werden, um das Menü zu vervollständigen.

 

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Ein besonderes Extra wartet zudem auf die Kunden: Um die wöchentlichen Mahlzeiten einfacher und nahrhafter zu gestalten, ist bei jeder Tasche ein QR-Code für ein Rezept dabei, in dem die Produkte der Woche zusammen mit den Grundnahrungsmitteln von Le Bon Nosh enthalten sind. So ist an alles gedacht und man kann nur noch hinzufügen: Guten Appetit!

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