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Die Zukunft der Hotellerie

Von: Lesezeit: 3 Minuten
Nächster Artikel Draußen ist das neue Drinnen

Selbst wenn wir manchmal glauben, nur noch tageweise im Voraus planen zu können, bleibt sie interessant, die Frage nach der Zukunft, auch und gerade in der momentan so arg gebeutelten Hotellerie. Die Gettys Group, ein international agierender Hoteldesign- und -entwicklungsspezialist, hat diese Frage gestellt. In einer Neuauflage des 2003 gegründeten Projekts Hotel of Tomorrow versammelte sie Hunderte von Fachleuten aus verschiedensten Bereichen, um auszuloten, wie die Zukunft in Zeiten von Corona aussieht.

Welche Chancen und Herausforderungen für die Hotel- und Reisebranche bringt die aktuelle Pandemie mit sich? Was erwarten Gäste in Zukunft und welche Lösungen und Dienstleistungen sind denkbar – demnächst und in der ferneren Zukunft? Fragen, mit denen sich Experten aus Forschung und Praxis für dieses Projekt gründlich befasst haben. Aus den zahlreichen Ideen kristallisierten sich fünf spannende Zukunftstrends heraus.

Trend 1

Ganz oben auf der Liste: Das Bett der Zukunft – eigentlich mehr als ein Bett: Eine Schlafplattform, die die Schlafqualität überwacht und für die perfekte Schlaf-Vorbereitung und -umgebung sorgt. Die Gamification des Schlafs sozusagen. Ausgetüftelte Stoffe regeln die Temperatur und reinigen die Luft. Es gibt Programme für Licht, Temperatur und Düfte, für Ton und Geräuschunterdrückung, für die Einstellung der Matratze und, besonders wichtig, zum Überwachen und Aufzeichnen der Schlafqualität. Und schon im Vorfeld wird der Schlaf befördert: Bewegungs- und Meditationsübungen, Musik und Filme und ein passendes Food- und Getränkeangebot auf dem Zimmern schicken den Gast mühelos ins Land der Träume.

Zukunft der Hotel Trends

Image: Dalloway Terrace

Trend 2

Drinnen draußen sein. Die Idee: In Innenräumen wie Lobbys oder Besprechungsräumen ein befreiendes Draußen-Gefühl schaffen, wohltuend wie ein Aufenthalt in der freien Natur. Möglich wird das durch die Simulation von Tageslicht, durch Düfte, Geräusche und die Luftqualität. Echte oder künstliche Pflanzen und Projektionen von Bildern und Filmen mit Surround-Sound machen die Illusion komplett. Eine Umgebung, in der man sich gerne trifft und die die Kreativität und Produktivität anregt.

Trend 3

Das Hotel wird mobil und individuell, dank eines selbstfahrenden Elektro-Abenteuer-Gefährts für bis zu vier Gäste. Komfortabel mobil sein heißt die Devise, ob auf der Straße oder im Gelände. Feste Hotels fungieren als Partner für Zimmerservice, House Keeping und das Aufladen des Akkus. Und die Bedienung ist dank künstlicher Intelligenz ein Kinderspiel. Via Voice Command, Touchscreen und App erreicht man seinen digitalen Assistenten und gestaltet sein eigenes Unterhaltungsprogramm. Mit solchen Vehikeln wird es ganz einfach, Bettenkapazitäten zu erhöhen und Hotelservice weit über die Grenzen eines festen Hauses anzubieten. Und herrlich romantisch ist es auch!

Trend 4

Gäste tragen einen „Journey Pebble“, einen digitalen Schmuckanhänger, der dem Hotel stets alle Wünsche und Vorlieben übermittelt und so den Aufenthalt zu einem rundum gelungenen Erlebnis macht. Ein Belohnungssystem kann die Gäste motivieren, möglichst viele Informationen über sich herauszugeben. Das Wearable vermittelt auch Zusatzangebote des Hotels, die weitere Wünsche wahrmachen. Bei Bedarf kann über den magischen Stein auch die Kommunikation mit dem Hotel und mit anderen Gästen laufen. Besonders angenehm: Das praktische Gerät agiert wesentlich weniger invasiv als ein Smartphone.

Zukunft der Hotel Trends Roboter

Image: AdobeStock | Monopoly919

Und, klar, eines darf in keiner aktuellen Zukunftsstudie der Hotellerie fehlen: Die Unterstützung durch Roboter. Und die sind zukünftig echte Persönlichkeiten! Dank solcher Roboter kann man auch außerhalb von Restaurant oder Bar etwas konsumieren – gerade in Zeiten von Corona eine bestechende Idee. Kleine Wärme- und Kühleinheiten folgen dem Gast wie ein Haustier und entfalten vor Ort bequeme Tischflächen – ganz wo der Gast es möchte. Daneben sind auch größere Einheiten denkbar, in denen man gemeinsam Musik hört, spielt oder einen Film ansieht. Mini-Drohnen schicken Bestellungen an den Bar-Roboter, der professionell die gewünschten Drinks mixt, wofür er Skills von einem echten Barprofi bekommen hat. Im Hintergrund hört man, wie die Roboter vertraut miteinander piepsen und pfeifen. Aber natürlich sprechen die talentierten Gesellen auch mit den Gästen – in jeder gewünschten Sprache!

Fazit: Die bunten Visionen für die Zukunft der Hotellerie machen Hoffnung auf neue Zeiten und helfen beim Durchhalten.

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