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Trends der Generation Y mit Auswirkungen auf die Gastronomie der Zukunft

Von: Lesezeit: 3 Minuten

Als Ergebnis einer neuen Untersuchung, die im Oktober 2018 von YouGov online durchgeführt und von Planday gesponsert wurde, wurden drei wichtige Treiber aufgezeigt, die nach Ansicht der Generation Y (Millennials, zwischen 1980 und 2000 geboren) Auswirkungen auf den Restaurantsektor von morgen haben werden.

Image: JohnColdicutt / Planday

Image: JohnColdicutt / Planday

Die Untersuchung gibt einen Einblick in die komplexen und sich verändernden Kundenerwartungen, sowohl von jüngeren als auch von älteren Gästen, die Einfluss auf dieses schwierige Umfeld haben. „Wir wissen von unserer Kundenbasis, dass es immer schwieriger werden, die Entwicklung vorauszusagen; knapp zwei Drittel (63 %) unserer Kunden, die als Restaurantmanager arbeiten, erwarten, dass die Zahl der Bestellungen bei Online-Lieferdiensten im kommenden Jahr ansteigen wird. Um wettbewerbsfähig und profitabel zu bleiben, müssen die Restaurants die sich verändernden Kundenwünsche berücksichtigen und die verfügbare Technik dazu nutzen, ein zunehmend unberechenbares Umfeld zu bedienen“, so John Coldicutt, Chief Commercial Officer bei Planday.

Treiber 1: Millennials sind spontaner und geben etwa 1,1 Milliarden EUR pro Jahr für Lieferdienste aus

Für Restaurants wird es immer schwieriger, die Nachfrage vorherzusehen, und sie müssen die Strukturierung ihres Service überdenken, da Lieferungen nach Haus immer beliebter werden und nur noch wenige Menschen vorab in einem Restaurant reservieren. Ein Fünftel der Millennials (20 % im Vergleich zu 9 % der Generation X) geben an, dass sie inzwischen weniger häufig ins Restaurant gehen und vermehrt die Speisen nach Hause liefern lassen, die sie sonst dort verzehrt hätten. Das entspricht einer Verschiebung von etwa 1,1 Milliarden EUR pro Jahr von Restaurantbesuchen hin zu Lieferdiensten. Nur noch 9 % der Millennials sagen nun, dass sie wahrscheinlich in Restaurants reservieren, und sie geben durchschnittlich 14 % weniger für eine Mahlzeit aus als die Generation X.

Treiber 2: Millennials sind offen für Roboter und Automatisierung

Die Mehrheit der Millennials im Vereinigten Königreich gibt an, dass sie es in Ordnung findet, wenn ein Teil des Service in Restaurants von Robotern übernommen wird, damit sich die Mitarbeiter auf die wichtige ‚menschliche‘ Interaktion konzentrieren können. 52 % der Millennials sagen, dass sie ein Restaurant besuchen würden, in dem Bestellungen und Zahlungen voll automatisiert sind, im Gegensatz zu nur 39 % in der Generation X. Über zwei Drittel der Millennials (71 %) hätten nichts dagegen, wenn ihr Essen von einem Roboter serviert würde. Allerdings wünschen sich auch die Millennials ein gewisses Maß an menschlicher Interaktion, denn etwa die Hälfte (51 %) würde ein Lob oder eine Beschwerde lieber an einen Menschen als an eine Maschine richten.

Treiber 3: Kunden wenden sich vom Fast Food ab und erwarten nachhaltigere, gesunde Angebote:

Der Geschmack der Kunden verändert sich: Die Millennials erwarten, dass in der Zukunft die pflanzenbasierten, umweltfreundlichen Angebote die traditionellen, ungesunden Fast-Food-Angebote überholen werden. Für Millennials ist die Zukunft vegan – fast die Hälfte von ihnen (49 %) sagen voraus, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre vegane Restaurants am meisten nachgefragt werden. 75 % der Millennials waren sogar der Meinung, dass eine der folgenden Restaurantarten am meisten nachgefragt werden: vegan, vegetarisch oder solche mit umweltfreundlichem Ruf. Dagegen waren nur 25 % der Millennials der Ansicht, dass die Nachfrage nach Fast-Food-Restaurants in den nächsten zwei Jahren am größten sein wird. Fast die Hälfte aller Befragten (47 %) gaben weniger Lebensmittelabfälle als höchste Priorität für Nachhaltigkeit an. Lediglich 11 % der Konsumenten sagten, dass Nachhaltigkeit für sie keine Rolle spielt.

Image: Loui Blake

Image: Loui Blake

Loui Blake, ein Unternehmer mit veganen Restaurants, kommentierte dies so: „Die Ergebnisse dieser Untersuchung spiegeln genau das wider, was auch wir sehen und worauf wir mit unseren zwei veganen Restaurants Erpingham House in Norfolk und dem bald öffnenden Kalifornia Kitchen in London reagieren.  Wir wollen auf die Kundenwünsche reagieren und Essen ebenso wie Service in höchstmöglicher Qualität liefern. Wir sind sehr offen für die zunehmend beliebteren Lieferdienste wie Deliveroo und passen unsere Speisekarte leicht an, damit unser Angebot gut beim Kunden ankommt. Außerdem bieten wir keine Lieferungen an, wenn dadurch das Restaurant zu stark unter Druck kommt, sowohl intern als auch außer Haus zu liefern. Wir wissen auch, wie wichtig Nachhaltigkeit für unsere Kunden ist und wie entscheidend es ist, dass wir alle unsere Schritte klar kommunizieren. Diese reichen von Vegware-Plastik zu CO2-Kompensationsprogrammen, mit denen wir unseren Kunden versichern, dass wir gemeinsam nicht auf Kosten der Erde essen.“

 

Über die Studie

Die Untersuchung wurde online unter 2008 Befragten im Vereinigten Königreich im Oktober 2018 von YouGov durchgeführt. Die Hälfte der Befragten gelten als sogenannte „Millennials“ (Altersgruppe 20-35) und „Generation X“ (Altersgruppe 36-51). Die Gewichtung der Untersuchung erfolgte, um eine staatlich repräsentative Stichprobe der Befragten zu erhalten.

Wenn nun 20 % der Millennials weniger ausgehen, weil sie sich ihr Essen liefern lassen, verschieben sich Ausgaben in Höhe von 1,1 Milliarden EUR pro Jahr zu den Lieferdiensten. Dies basiert auf den Untersuchungsdaten, nach denen Millennials im Durchschnitt 35 EUR pro Mahlzeit ausgeben wollen und nach denen 20 % sich für die Lieferung nach Hause entscheiden, statt auswärts essen zu gehen. Marktvolumen von 13,8 Millennials (Quelle: ONS). Die kompletten Ergebnisse von YouGov können Sie hier als PowerPoint-Präsentation herunterladen (in englischer Sprache).

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