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Wie Restaurants auch in Corona-Zeiten Umsätze schreiben.

Von: Lesezeit: 3 Minuten

Die Corona-Pandemie betrifft jedes Unternehmen. Für manche Betriebe bedeutet die Krise zugleich die Existenzangst, bei anderen unterstützt diese spezielle Zeit ihren primären Vertriebskanal: Online. Unternehmer die bis ins Jahr 2020 noch nicht an alternative Vertriebswege gedacht haben, sind jetzt gezwungen umzudenken – auch Restaurants.

Nur offline denken und agieren funktioniert spätestens in Zeiten von Corona nicht mehr. Wenn wir ehrlich sind, nur auf Papier und über Postwege agiert im 21. Jahrhundert eh kaum ein Unternehmen mehr. Selbst die, die ihren Umsatz bisher rein stationär gemacht haben – also Restaurants, Cafés, und Bars – vermarkten ihre Offline-Dienstleistungen zumindest über Online-Kanäle. Auf Facebook, Instagram und im World Wide Web sind die meisten vertreten um ihre Speisekarte sowie die Öffnungszeiten zu posten.

Mach mehr aus deinem Online-Auftritt

Besondere Zeiten erfordern besondere Ideen. Das ist das Motto, dem viele Einzelhändler bereits kreativ folgen und zum Beispiel die neuste Modekollektion über Instagram vermarkten und auch direkt bestellbar machen – natürlich mit kostenloser Lieferung direkt nach Hause. Doch was kann die Gastro hier tun? Definitiv zuerst einmal die Online-Community aktivieren. Haben doch viele potentielle Kunden gerade jetzt mehr Zeit die Timelines auf den sozialen Medien ständig zu durchforsten. Warum nicht einfach mal nach den Essenswünschen fragen? Günstiger und einfacher können Sie mit ihren potenziellen Umsatzgebern nicht interagieren. Und dann heißt es kreativ sein: Corona-Speiseplan mit Specials für den einsamen TV-Abend oder Superfood für die Stärkung des Immunsystems erstellen und vermarkten. Dabei sind auch hier den Ideen keine Grenzen gesetzt: Eine persönliche Vorstellung der Karte durch den Chefkoch als Live-Stream, indem er mit einem Fieberthermometer den Kunden nebenbei beweist das er gesund ist und sie bedenkenlos ihr Essen bestellen können oder mit einem normalen Post, der geteilt werden soll und so 10 % Rabatt auf den Bestellwert bringt.

restaurants und corona kriese was man machen kann

Image: Riku – stock.adobe.com

Kommst Du zu mir oder ich zu Dir?

Jetzt bleibt noch die große Frage ob das bestellte Essen geliefert oder abgeholt werden soll. Auch hier hilft es, einfach mal die sozialen Medien stärker zu nutzen. Wünschen sich die Menschen gerade jetzt einen Lieferservice oder freuen sie sich zu mindestens zum Abholen des Essens das Auto oder das Fahrrad bewegen zu dürfen? Ein Lieferservice könnte übrigens zugleich den Arbeitsplatz des Kellners und der Kellnerin sichern, die jetzt weiterhin in ihrem Job agieren – nur der Weg zwischen Küche und Gast etwas länger und vielleicht auch kälter geworden ist.

Sicher, sicherer, kontaktlos!

Achtung: Auch #socialdistancing macht keinen Halt vor Lieferdiensten. Aus diesem Grund setzen nun einige Online-Plattformen bereits auf kontaktlose Lieferungen von Essen. Hier nimmt der Dienstleister die Bestellung online auf, wickelt die Zahlung über einen digitalen Partner ab und liefert anschließend das Essen vor die Türe. Durch ein kurzes Klingeln an der Haustür sowie einer Pushnachricht auf sein Handy, ist der Kunde informiert das sein Essen vor der Türe auf ihn wartet – alleine! Der einzige Nachteil ist, dass der Lieferdienstmitarbeiter auf das Trinkgeld verzichten muss. Ein chinesischer Delivery-Service geht sogar noch eine Stufe weiter: Er misst die Körpertemperaturen von Koch und Lieferant und fügt diese Information anschließend der Lieferung bei. So wird für den Kunden neben Sicherheit auch Vertrauen geschaffen, dass sein Essen nicht mit einem Erkrankten in Kontakt kam.

Vorfreude verkaufen

Eine andere mögliche Umsatzquelle ist das Verkaufen von Vorfreude. Durch die Schließung der „normalen“ Gastronomie – also die Reduzierung nur noch  Take-Away anbieten zu dürfen, brechen die größten Umsatztreiber für die Gastronomen weg. Viele Kunden sind zwar bereit ihre lokalen Restaurants zu unterstützen, wollen jedoch kein Essen zum Mitnehmen kaufen. Einige Restaurantbetreiber verkaufen daher Gutscheine, welche nach Wiedereröffnung eingelöst werden können. Dies generiert etwas Umsatz um immerhin ein paar der laufenden Fixkosten decken zu können. Es gibt bereits Online-Plattformen bei denen per Zufallsgenerator ein Gutschein von einem registrierten Restaurant in der Region erworben werden kann – das bringt neben Umsatz auch Neukunden.

How to…for you!

Auch Sterneköche sind kreativ in der Krise. Sie drehen Koch-Tutorials sowohl für Profis als auch für Küchen-Laien. und erklären Schritt für Schritt, wie sie einzelne Gerichte am liebsten zubereiten. Dabei verraten sie zusätzlich noch ihre geheimen Tricks und veröffentlichen diese anschließend auf diversen Social Media Plattformen. Zugegeben: Dies bringt zwar keinen direkten Umsatz, aber es generiert Reichweite und Bekanntheit, welche sich mit Sicherheit in Zukunft positiv auszahlen wird.


Am Ende bleibt nur zu sagen: Kreativ sein, lohnt sich gerade jetzt und kann die Existenz des eigenen Betriebs sichern. Auch Albert Einstein wusste vor einigen Jahren schon: „Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat“ – und wir werden im Jahr 2020 dank Online-Medien dabei noch unterstützt. Einfacher geht es doch gar nicht, auch in Krisenzeiten weiter am Erfolg zu arbeiten.

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