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Auf der Suche nach dem leckersten Teller

Von: Lesezeit: 3 Minuten

Sie sprießen wie Pilze aus dem Boden: Wettbewerbe für junge Köche. Langsam fällt es schwer den Überblick zu behalten und die wichtigsten Veranstaltungen herauszufiltern. Hamburg, Mailand oder doch Las Vegas? National oder sich sogar international der Konkurrenz stellen? Aber warum überhaupt den Stress und Druck auf sich nehmen? Warum sollten junge Talente an Kochwettbewerben teilnehmen? KTCHNrebel ist diesen Fragen nachgegangen und traf beim Finale der Chefs Trophy Junior 2019 auf Fabian Wolf und Louisa Friese.

Young talent competition Gewinner

Chefs Trophy Junior 2019: Winner / Image: Hilke Opelt

Spannung liegt in der Luft. Es ist nicht wirklich laut, aber man spürt die Hektik und Nervosität. Noch schnell das Mise en Place fertig stellen – auf der Arbeitsfläche, gleich neben dem großen, weißen Zettel mit der Aufschrift: Team 4. Auf der anderen Seite steht ein Mann, wirft neugierige Blicke auf den Arbeitsvorgang und macht sich Notizen. Es ist warm im Raum, den Teilnehmern perlt der Schweiß auf der Stirn – vor lauter Hektik oder ist es doch die Angst?
„Wettbewerb heißt für mich auch immer gewinnen“, erklärt Fabian Wolf. Der 21-jährige Koch nahm selbst schon an mehreren Veranstaltungen dieser Art teil und reiste immer mit dem einem Ziel an, das er auch mehrmals erreicht hat. Sein Ehrgeiz relativiert er anschließend aber dann doch etwas, denn verlieren sei auch wichtig – bringt ihn persönlich weiter, verrät er. Kochwettbewerbe dieser Art werden längst nicht mehr als netter Zeitvertreib gesehen – ganz im Gegenteil.

Kochwettbewerb für Junge Köche

Chefs Trophy Junior 2019: Winner 2017 Fabian Wolf / Image: Hilke Opelt

Ein Großteil der Küchenchefs melden ihre Auszubildenden selbst dafür an, um dem Nachwuchs die Chance zu geben, Erfahrung zu sammeln. In der Ausbildung bereiten die jungen Köche oft nur einzelne Komponenten zu, im Wettbewerb dagegen müssen sie ein ganzes Menü kochen und dazu auch noch selbst planen und kalkulieren. Auch Louisa Friese, Auszubildende im 3. Lehrjahr, schätzt diese Plattform: „Ich mache immer wieder an Wettbewerben mit, um mir selbst zu zeigen was ich schon kann.“ Es sei schließlich ein ganz anderer Ablauf und Stress als im Alltag, betont die taffe Hamburgerin.

Die Zeit an Wettbewerbstagen ist begrenzt. Menüplanung, Zubereitung – alles muss in der vorgegebenen Zeit erledigt werden. Dennoch kommt eines dabei nie zu kurz: Der Austausch untereinander und vor allem mit der Jury. Denn wie wichtig ein gutes Netzwerk wichtig ist, wissen selbst die jüngsten Köche schon – und wo kann das besser erweitert werden, als bei solchen Veranstaltungen.

Anmeldung zu Kochwettbewerben

Chefs Trophy Junior 2019: Louisa Friese / Image: Hilke Opelt

Damit Name und Gesicht bekannt werden, hilft am Ende natürlich am besten der Titelgewinn: „Da kommen die Visitenkarten dann geflogen“, scherzt Fabian Wolf und auch Louisa Friese bestätigt, dass Sie durch die Teilnahme an Wettbewerben bereits während der Ausbildungszeit mehrere Jobangebote erhalten hat. Veranstaltungen dieser Art sind bewährte Plattformen für Netzwerke und Empfehlungen – zwei wirkungsvolle Hebel im Eigenmarketing.

Stress, Hektik und Nervosität – von all dem ist nichts mehr zu spüren, nach der lang ersehnten Preisverleihung. Die Anspannung ist vorbei, das Ergebnis endlich verkündet. Anders als im Spitzensport, gibt es unter den Köchen nur glückliche Gesichter. Denn gewonnen haben alle etwas – wenn nicht den Titel, dann neue Kontakte und eine Menge Erfahrung.

3 Gründe warum junge Talente an Kochwettbewerben teilnehmen sollten:

 

1. Erfahrung sammeln
Andere Situation, anderer Ablauf: Wettbewerbe unterscheiden sich deutlich zu den Arbeitsabläufen im Alltag. Hier kann man nicht nur sehen wie andere Arbeiten, sondern auch Aufgaben übernehmen, die sonst nicht auf der To-do-Liste stehen würden. Dabei lernt man sich selbst zu managen: Angefangen bei der Menüplanung bis hin zum pünktlichem servieren.

2. Selbstbewusstsein steigern und sich persönlich weiterentwickeln
Sein Können vor einer professionellen Jury zeigen und anschließend ein ausführliches Feedback von mehreren Experten der Branche zu erhalten, ist ein Geschenk für die persönliche Weiterbildung. Der eigene Chef wird einen nie aus dieser Perspektive beurteilen können.

3. Networking
Das A und O in der Gastronomiebranche lässt sich bestens während Kochwettbewerben umsetzen. Dabei muss man noch nicht mal den Titel gewinnen – allein der Austausch zwischen den Teilnehmern und vor allem der Jury, ermöglicht seinen Namen bei wichtigen Gesichtern der Branche zu platzieren. Das ist nicht nur eine sensationelle Chance bei der nächsten Jobsuche – viel besser, erfahrungsgemäß kommen die Angebote von selbst.

Internationale Kochwettbewerbe

Junge Wilde (Deutschland, Österreich und Schweiz)
Chefs Culinar (Deutschland)
Next Chef Award (Deutschland, Österreich und Schweiz)
Springboard’s Futurechef (Großbritannien)
Nestlé Golden Chef’s Hat Award (Australien)
Canada-Tokyo Cooking Competition (Japan Festival in Kanada)
European Young Chef Award (Europa)
Global Young Chefs Challenge (Weltweit)
Bocuse d’Or (Frankreich)
S.PELLEGRINO YOUNG CHEF 2019-2020 (Weltweit)
American Culinary Class (Amerika)

 

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