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Front of House gegen Back of House

Von: Lesezeit: 2 Minuten

Ist der Grenzverlauf Mythos oder Wirklichkeit? Jeder, der mal im Restaurant gearbeitet hat, hat es schnell gemerkt: Es gibt da diese Grenze zwischen Küche und Service. Und damit ist nicht der Pass gemeint, sondern dieser Eindruck, dass da zwei Welten aufeinanderprallen, die Schwarzen und die Weißen, die nicht miteinander reden – bis zum Krieg. Zugegeben, Front of House (FOH) und Back of House (BOH) haben getrennte Arbeitsbereiche, ihre Aufgaben sind unterschiedlich und trotzdem gibt es genug Verbindendes. Schließlich sind beide mal irgendwann angetreten, Gastfreundschaft zu zelebrieren

Was geht ab?

Da sammelt der Service die Bons wie Rabattmarken und rückt sie einfach nicht raus. In der Küche dreht man schon Däumchen und wundert sich, wo die Bestellungen bleiben. Das Restaurant ist doch voll. Bis plötzlich der Sturm hereinbricht – die Bonmaschine rattert, spuckt und steht nie mehr still. Wie schön, wenn sich die Sammelleidenschaft des Service in die Küche entleert. Aber, lieber Service, die Rache folgt auf dem Fuß: Schon mal einen Teller getragen, der kurz vorher noch über einer Gasflamme war?

Schon mal Gäste vertröstet, weil der Nebentisch sein Essen früher bekommen hat? Eines wird schnell klar: Außer Verletzungen und unzufriedenen Gäste bringt der Kleinkrieg nichts.

Wege aus der Falle.

Na klar denken die einen über die anderen, dass sie faul seien, nur Essen hin und her tragen, nur die Herdplatte aufheizen. Dass das nicht stimmt, wissen beide – und suchen trotzdem weiterhin nach der Abgrenzung. Versucht es doch lieber mal mit einer Reunion – hier ein paar Tipps:

1) Auch wenn’s schwer fällt: Teilt euch euer Trinkgeld

FOH bekommt das Trinkgeld, klar die stehen ja auch an der Front. Aber mal ehrlich: Wofür bekommt ihr die Kohle? Weil ihr so freundlich seid? Okay. Und, weil ihr so leckeres Essen serviert habt. Und wo kommt das her? Richtig! Von hinten.

2) Geht was trinken

Auch wenn der Abend lang war, ihr seid noch nicht müde. Ihr zieht noch um die Häuser. Und zwar zusammen. Redet, raucht. Und nutzt die Gelegenheit, das Trinkgeld auf den Kopf zu hauen. Und immer merken: Was im Restaurant passiert ist, bleibt im Restaurant. Work hard, party harder!

3) Seid nett zueinander

Auf beiden Seiten des Passes ist der Adrenalinausstoß hoch, das Arbeitspensum enorm. Das ist aber noch lange kein Grund, sich anzuschreien, anzumotzen oder anzugiften. Zugegeben, nicht alle Tage sind gleich gut, wer aber als Profi behandelt werden möchte, muss sich auch professionell verhalten – und dazu gehört auch Freundlichkeit.

4) Kocht mal was Anständiges

Essen hält Leib und Seele zusammen – auch bei der Crew. Deshalb, liebe Restaurantbesitzer, kalkuliert genügend Zeit und genügend Zutaten für das Mannschaftsessen ein. Dann hat FOH auch ein gutes Wort für BOH übrig und weiß jede Schweißperle am Herd zu schätzen.

5) Merkt euch eines: Ihr kommt ohne den anderen nicht aus

Ein Service, der nichts zu tragen hat und eine Küche, aus der nichts hinausgetragen wird. Schlechte Konstellation. Also: Rauft euch zusammen, arbeitet zusammen und der Laden wird brummen. Denn die gute Stimmung werden auch die Gäste spüren und es euch mit dem Trinkgeld heimzahlen. Womit wir wieder bei Erstens wären.

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