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Feed the feed – Instagram für Restaurants

Von: Lesezeit: 3 Minuten
Nächster Artikel Ich heisse Albert Adrìa

Für Gastronomen entwickelt sich Instagram mit rasanter Geschwindigkeit zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Marketingmix. Elly Earls findet heraus, wie man es richtig macht.

69 % der Millenials, die ein Restaurant besuchen, machen ein Foto von ihrem Gericht, bevor sie es verzehren. 30 % aller Befragten gaben an, dass sie kein Restaurant mit schwacher Instagram-Präsenz besuchen würden. Und während aus der Generation Y die Generation Z wird – die Gäste, die noch nie ein Restaurant besucht haben, ohne dabei ihr Smartphone ständig gezückt zu halten – wird Social Media für Gastronomen zu einem noch wichtigeren Bestandteil im Marketingmix.

Warum sollten sie dieses Medium also nicht nutzen? Im Gegensatz zu klassischen Marketing- und Werbestrategien kostet es Betreiber lediglich Zeit – einen Großteil dieser Zeit stellen treue Kunden zur Verfügung, die über ihre persönlichen Social Media Profile für die Mundpropaganda sorgen – wenn ihnen die richtigen Zutaten serviert werden.

Social media für Restaurants; Instagram

Image: Andreas Kuschner/The Rocket Scientists

Bei The Riddler wurde alles mit Blick auf Instagram geplant – vom Wandbild draußen, das eine Champagnerflasche darstellt, bis hin zu den maßgefertigten Kaffeehaustischen im Pariser Stil, die mit dem Slogan des Restaurants „Hallo, alter Freund“ geschmückt sind – und das hat sich bereits mehr als ausgezahlt.

„Wir fragen die Gäste ständig danach, wo sie von uns gehört haben, und Instagram ist unsere wichtigste Empfehlungsquelle“, sagt Pelka. „Wir lieben die Gemeinschaft der Instagrammer und die Art, wie jeder auf seine ganz eigene Art und Weise den Raum einfängt, und wir nutzen ihre Fotografie und setzen diese auch auf unseren eigenen Kanälen ein. Fast alle unsere Inhalte werden von der Gemeinschaft produziert und wir machen ein Bildschirmfoto und reposten es.“

Weitere Betreiber, die ihr Design nach der Wirkung ihrer Restaurants auf Instagram gewählt haben, sind das ChaCha Matcha in New York, wo fast alles – von den Speisen und Getränken über die Wände, Türen und Tische pink und grün ist, oder das Mama Kelly in Amsterdam, wo die Ästhetik in Pink und Gold sich auch in jedem anderen Aspekt des Raumes wiederfindet.

 

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Die Gründer des Londoner Restaurants Dirty Bone haben spezielle „Instagram-Kits“ entwickelt, um die Gäste dazu zu ermutigen, ihre Bilder in den sozialen Medien zu teilen. Diese Kits enthalten eine LED-Leuchte, eine Weitwinkellinse zum Aufklemmen auf die Smartphone-Kamera, einen Selfie-Stick und ein Ladegerät. Das neue Steakhaus Boston Chops bietet sogar einen speziellen Instagrammer-Tisch, dessen Bau und Ausstattung 10.000 $ gekostet hat. Dieser Tisch bietet anpassbare Funktionen, die von den Gästen über eine App gesteuert werden können, z. B. bewegliche Armleuchten und eine regulierbare Lichtstärke sowie Einstellungen für die Farbtemperatur.

Hanna Collins, die Innendesignerin des Restaurants in San Francisco, weist darauf hin, dass es wichtig sei, nicht zu vergessen, dass Instagram nicht das A und O ist, wenn es um das Restaurantdesign geht.

„Oft höre ich zu Wandbildern oder Fliesendesigns die Frage „Hast du das gemacht, damit es auf Instagram gepostet wird?“ Die Antwort lautet nein“, sagt sie. Die Erschaffung von ansprechenden, konzeptorientierten Designs hat für uns Priorität. Nicht jedes Element ist für die sozialen Medien bestimmt, aber manches landet trotzdem dort, was natürlich sehr schmeichelhaft ist.

„Dennoch würde ich sagen, dass es für Hobbyfotografen in gut ausgeleuchteten Räumen einfacher ist, ansprechende Fotos zu machen, ich denke also, diesen Trend haben wir wirklich dem Instagram-Wahn zu verdanken.“

Zu den übrigen Elementen, die Gastronomen berücksichtigen sollten, wenn sie ihren Instagram-Einsatz erhöhen möchten, gehören auffällige Tapeten oder Wandbilder, skurrile dekorative Bodenfliesen, unverwechselbares Geschirr, das sich auf Fotos gut macht, ein Beispiel sind die Burger der deutschen Kette What’s Beef?!s, Neonschilder und Hängepflanzen, strategisch platzierte Hashtags und Elemente, die einzigartig für die Stadt oder Region sind, in der sich der Betrieb befindet.

Bei der amerikanischen Pizzakette &pizza ist beispielsweise jede Filiale anders ausgestattet, so profitieren die Gäste von einem Erlebnis, in dem sich alles um die räumliche Gestaltung dreht.

 

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„Jedes Foto, das ein Gast im Raum aufnimmt, verbindet er sofort mit ’seiner Filiale‘, nicht nur mit irgendeiner &pizza-Filiale“, sagte ein Sprecher der Marke. „So profitieren die Gäste von kleinen Momenten, in denen sie sich mit dem Raum verbunden fühlen und ihre Verbindung zur Gemeinschaft vertiefen können.“

Einige Beispiele sind die Holzskulptur von Rubin, die sich auf den Wänden der Marke NoMad befindet und die etwas über die Architekturgeschichte des Distrikts Flatiron erzählt, oder das 3 Meter hohe kaufmännische Und-Zeichen aus Messing in der Filiale auf der U-Street, das an die Jazz-Wurzeln der Gegend erinnert.

DeNitto ist der Ansicht, dass viele Unternehmen keine Ahnung haben, wie sie in den sozialen Medien wirken. „Sofern man seinen Gästen die Smartphones nicht schon beim Betreten des Restaurants abnimmt, werden sie Dinge über Ihr Unternehmen in den sozialen Medien teilen – von Bewertungen bis hin zu Selfies mit Freunden auf der Toilette“, erklärt er. „Es wäre falsch, einfach die Augen zu verschließen und auf das Beste zu hoffen – warum also nicht die Tools nutzen, die Ihnen in den meisten Fällen kostenfrei zur Verfügung stehen?”

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