Ihr Browser ist veraltet. Es kann sein, dass nicht alle Funktionen dieser Websites angezeigt werden. Wir empfehlen, einen dieser Browser oder Versionen zu verwenden Mozila Firefox oder Google Chrome

Connect
To Top

„Trends ändern sich sehr schnell“

Von: Lesezeit: 3 Minuten
Vorheriger Artikel Nur noch kurz die Welt retten
Nächster Artikel Auf dem Höhepunkt

Food Delivery, das ist Essen, was, wann und wo man will. Ein riesiger Markt, der geradezu explodiert. Ganz neu und ziemlich cool sind dabei Ghost Kitchens, die ganz ohne angeschlossenes Restaurant produzieren – und dabei Erstaunliches leisten. Eines der spannendsten Ghost-Kitchen-Konzepte ist das international agierende Start-up Keatz. Wir trafen Culinary Director Adrian Poon.

Hi, Adrian, sag mal: Keatz, das klingt doch wie ‚Kiez‘!

Ja, genau! Kiez wie Stadtviertel. Wir haben Ghost Kitchens in vielen Stadtvierteln in Deutschland, Spanien und den Niederlanden. Das sind keine klassischen Restaurants, wir liefern nur. Man nennt das die dritte Welle der Essensauslieferung. Wir haben verschiedene virtuelle Gastro-Marken, die alle aus ein und derselben Küche kommen, und das in der besten Qualität, speziell auf die Anforderungen des Lieferns zugeschnitten. Zum Beispiel GreenGurus, GringoBurritos oder TamakaBowls. Das ist besser als eine einfach Pizza in die Schachtel zu packen und auszuliefern. Mit Ghost Kitchens können wir auch sehr schnell auf neue Trends reagieren und unkompliziert neue Foodkonzepte realisieren. Das geht sehr viel einfacher als beispielsweise ein chinesisches Restaurant in ein türkisches umzuwandeln.

Dark Kitchen

Image: Keatz

Aber ist das nicht alles ziemlich anonym?

Stimmt. Wir können nicht so leicht Storys über unsere Produkte erzählen, die Herkunft und die Qualität. Aktuell arbeiten wir an einer Neuausrichtung der Marke: das lokale Keatz als bester Food-Lieferant im Viertel, ob in Deutschland, Spanien oder Amsterdam. Ohne ein Restaurant vor Ort ist das eine Herausforderung, aber wir haben jede Menge gute Ideen in der Pipeline!

Liefern bedeutet auch Einwegverpackungen und anderen Abfall. Wir haltet Ihr es damit?

Wir arbeiten an nachhaltigem Verpackungsmaterial und Besteck. Außerdem streben wir in den nächsten zwölf Monaten eine vollständig papierlose Küche an. Für übrig gebliebene Lebensmittel nutzen wir Foodsharing-Konzepte wie die Tafeln. Und wir verwenden nur Rohstoffe, die wir über alle Marken hinweg einsetzen können.

Dark Kitchen

Image: Keatz

Wo bekommt Ihr denn Eure Rezepte und Inspirationen her?

Ich kümmere mich um die übergreifenden Konzepte und habe mehr als 13 Jahre internationale Gastro-Erfahrung. Rezepte für drei Länder mit unterschiedlichen Gäste-Erwartungen zu entwickeln ist eine Herausforderung! Die Essgewohnheiten in Deutschland und Spanien zum Beispiel unterscheiden sich wie Tag und Nacht! Reisen, Essen und verschiedene Food-Märkte zu studieren ist daher sehr wichtig und ich mache das so viel wie möglich! Aber wir achten immer auch auf Nachhaltigkeit – und darauf, dass die Gerichte sich speziell zum Liefern eignen. Unsere Küchenchefs prüfen alle Rezepte auf Praxistauglichkeit Wir testen immer wieder neue Food-Marken und bekommen so Feedback. Jedes Land hat eigene Essgewohnheiten und Trends ändern sich sehr schnell.

In Euren Küchen nutzt Ihr modernste Technik von Rational. Was bringt das?

In unseren Küchen garen wir nur mit Kombidämpfern von Rational. Mit dem Feature ConnectedCooking steuern wir Garzeiten, Temperaturen und Speisenkonsistenz von außerhalb, so dass die oft ungelernten Kräfte in den Küchen selber nicht mit der Technik umzugehen brauchen. Auch die Temperatur unsrer Sous-vide-Geräte wird extern gesteuert. Zukünftig wollen wir auch die Kühlung digitalisieren, so dass wir sie von außen HACCP-gerecht regeln und überwachen können. Das alles macht unsere Küchen sehr flexibel – viel flexibler als herkömmliche Restaurantküchen. Und wir investieren ständig in die Weiterentwicklung unseres Angebots!

Dark Kitchen

Image: Keatz

Plant Ihr auch eine Ausdehnung Eures Geschäfts?

Aktuell haben wir sechs Küchen, in Berlin-Kreuzberg, -Mitte und -Friedrichshain, in München, Madrid und Barcelona, und bieten 84 verschiedene Gerichte an. Demnächst wollen wir in die Megamärkte UK und Frankreich einsteigen. Natürlich kann ich darüber noch nicht viel verraten, aber so viel sei gesagt: Wir wollen das beste Lieferessen in jeder europäischen Großstadt anbieten. Und zwar ganz bald!

Further resources:
Staying ahead of the game. Rules, strategies, moves – Rational offers everything from one source. For Ghost Kitchen, Dark Kitchen, Cloud Kitchen.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

More in Management

  • Auf alle drei Phasen der Pandemie vorbereitet

    Corona kommt in Wellen. Und auch die Maßnahmen halten uns ständig in Bewegung. Mal ist alles unter Kontrolle und die Einschränkungen...

    Barbara E. EulerNovember 20, 2020
  • Draußen ist das neue Drinnen

    Daran wird man sich gewöhnen müssen: Corona ist Dauergast und die Maßnahmen steuern das Geschäft – mal mehr, mal weniger spürbar....

    Barbara E. EulerNovember 13, 2020
  • Food-to-go als Chance im Wandel

    Die zweite Corona-Welle ist bereits in vollem Gange. Deshalb beschäftigen wir uns heute damit, welche Erkenntnisse Unternehmen aus dem ersten Lockdown...

    Jacquetta Picton - FCSINovember 4, 2020
  • Mit 5 Tipps zur Personal Brand

    KTCHNrebel informiert, wie man in fünf Schritten zur Personal Brand wird.

    Alexandra Gorsche - Falstaff ProfiOktober 21, 2020
  • Löffel für Löffel die Welt retten

    Gut essen und Klima retten – unmöglich? Im Gegenteil! Wer gut informiert in die Gastro-Zukunft startet, ist auch übermorgen noch ganz...

    Barbara E. EulerOktober 13, 2020
  • Do it for the gram!

    Der Preis stimmt, die Sehenswürdigkeiten sind nah – schön und gut, aber für die junge Generation nur sekundär. Wie Instagram die...

    Alexandra Gorsche - Falstaff PROFISeptember 28, 2020
  • Inside out: Biophilic design

    Dieses Design beeinflusst schon länger Architekten und Interior Designer. In Restaurants und Hotels wird mit »Light Versionen« gearbeitet – und das...

    Nicola Afchar-Negad - FalstaffSeptember 24, 2020
  • Die Gastronomie verbannt Einwegplastik

    Die Vorreiter im Kampf der Gastronomie gegen das Einwegplastik. Plastik, das ehemals gepriesene Material mit seinen unzähligen praktischen Vorteilen, ist mittlerweile...

    Liz Cooley - FCSISeptember 21, 2020
  • Wie wird die Art zu Reisen während Corona sein?

    Die Auswirkungen der Corona-Krise für die Hotel- und Tourismusbranche werden immer klarer und deutlicher. Was nun für den Sommer beachtet werden...

    Falstaff ProfiSeptember 4, 2020