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Studie: Hotels der Zukunft – was für eine Welt!

Von: Lesezeit: 3 Minuten
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Alles bleibt anders, auch in der Hotellerie. Wer sind die Gäste von morgen, was bewegt sie, für welche Hotels werden sie sich begeistern? Eine Studie zeichnet ein erstaunlich präzises Bild.

25hours Hotel

Image: 25hours Hotel / Stephan Lemke

Hotels. Gibt es sie überhaupt noch, in zwanzig, dreißig, vierzig Jahren? Vielleicht reist man dann nur noch virtuell, vielleicht fliegt man mit seinem individuellen Hotelzimmer umher und landet, wo es einem beliebt? Wer weiß das schon?

Die  überraschende Antwort: Eine Studie von Villeroy & Boch zeigt schon heute ziemlich genau, wie sie leben und denken werden, die Gäste von morgen und übermorgen. Sieben Megatrends, so die Erkenntnis, bestimmen unsere Zukunft. Der wohl bedeutsamste ist die Globalisierung. „Menschen kooperieren weltweit und greifen mobil auf gemeinsame digitale Arbeitsplätze zu. Eine zuvor nie dagewesene Globalkultur  entsteht. Geschäftstreffen oder ein Abendessen am anderen Ende des Planeten sind heute schon für viele Menschen Alltag.“

Der zweite Megatrend heißt Urbanisierung. Im Jahr 2050, rechnet die Studie vor, werden drei Viertel aller Menschen in Städten leben, und der Platz wird knapp. „Mobile, schwimmende oder an Drahtseilen frei im Raum schwebende Hotels gehören bald zu unserer Realität“, so die Studie, und Hotels werden so groß, dass sie selbst eine ganze Stadt beherbergen können. Klingt unwahrscheinlich? Ist aber schon heute Realität. Mit 7351 Zimmer ist das First World Hotel in Malaysia das derzeit größte Hotel der Welt. Neue Superlative verspricht das im Bau befindliche Abraj Kudai in Saudi-Arabien mit über 10 000 Zimmern!

Wer jetzt denkt, dass die Gäste in derartigen Riesenhotels zur gesichtslosen Nummer werden, hat die Rechnung ohne einen weiteren Megatrend gemacht: Das „individuelle Wir“, das uns nach Selbstverwirklichung streben lässt, auch wenn wir immer mal wieder gern mit der Gruppe verschmelzen. Car-Sharing und Co-Working-Spaces sind ein Ausdruck davon – und auch moderne Hotellobbys beantworten mit ihrem Wohnzimmercharme die scheinbar widersprüchlichen Wünsche moderner Gäste. Dann wäre da der Megatrend demografischer Wandel: Die Gäste werden immer älter, was nicht zuletzt Gesundheitsangebote und Barrierefreiheit in den Fokus der Hotelplaner rückt. Von Bedeutung fürs Hotel der Zukunft sind natürlich auch die Megatrends Smart Home und Digitalisierung.

Hotel der Zukunft Drohne

Image: Fotolia / Kovalenko

Das Hotelzimmer der Zukunft geht gekonnt auf unsere Wünsche ein – mit Wohlfühltemperatur, Lieblingsmusik, einer individuellen Beleuchtung und modularen Möbeln, die unseren Bedürfnissen entsprechen. Für die Anreise wählt der Gast der Zukunft gerne ein Flugtaxi. Und über allem schwebt der Megatrend Nachhaltigkeit, der uns zugleich beschränkt und beflügelt – Gemüseanbau auf Dach und Fassade ist nur eine der Ideen, die die Hotellerie auch in Zukunft attraktiv machen!

Und was heißt das alles konkret für das Hotel der Zukunft? „Weltweit entstehen urbane Hotels neuen Typs, in denen Arbeit und Leben re-kombiniert werden“, zitiert die Studie die Zukunftsexpertin Oona Horx-Strathern. Das Hotel wird zum zweiten Zuhause – herrliche Aussichten für Betreiber von Hotels und Serviced Apartments. Die Digitalisierung hilft dabei, Gäste noch intensiver zu binden und zu betreuen – von Augmented Reality mit virtuellem Wunschblick und virtuellen Ausflügen bis hin zu Sensoren, die erkennen, in welcher Stimmung ein Gast ist, ob er unterhalten werden will, gestresst ist oder gar krank, und flexiblen Hotels, die sich nach den jeweiligen Bedürfnissen formen, ein Schlafzimmer in einen Arbeitsraum verwandeln und aus einer unüberwindlichen Treppe eine bequeme Rampe machen.  Am anderen Ende der Skala brillieren moderne Hotels mit Angeboten digitaler Abstinenz: Einfach mal abschalten, lautet die Botschaft.

Das  Hotel der Zukunft bietet wirklich für jeden was – sogar für Gäste, die am liebsten zuhause bleiben. „Das mobile eigene Apartment kann einfach mitgebracht und an das Hotel angedockt werden“, so die Studie. Und der Zimmerservice-Roboter liefert Essen aus dem Drucker.

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