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BettaF!sh: Die Thunfisch-Retter auf Erfolgskurs

Von: Lesezeit: 4 Minuten

Algen haben es ihm angetan. Schon als Ressourcenmanagement-Student drehte Jacob von Manteuffel eine Dokumentation über Meeresalgenpioniere, die in Europa und Asien die Anbau- und Zuchtmöglichkeiten der umweltverträglichen Meerespflanzen ausloten, welche ohne Dünger auskommen und sogar das Wasser reinigen. Aber das war erst der Anfang der langen Liebes- und Erfolgsgeschichte.

2018 war das und schon im Jahr darauf brachte von Manteuffel, der inzwischen mit Innovationsmanagerin und Kochbuchautorin Deniz Ficicioglu das Startup BettaF!sh gegründet hatte, die erste eigene Algenfood-Linie heraus. Unter dem sprechenden Label OCEANFRUIT gibt es innovative Bio-Meeressalate für dem Einzelhandel, die den aparten Geschmack von Meeresalgen promoten. Aber damit ließ es das findige Berliner Unternehmerduo nicht bewenden. Denn von den Vorteilen des Superfoods aus der See waren die beiden restlos überzeugt.

Deniz Ficicioglu und Jacob von Manteuffel das Gründer-Duo von Bettaf!sh
Image: Fabian Brennecke

Alles auf Alge

„Die europäische Meeresalge, die wir in unseren Produkten verwenden, besitzt nicht nur wertvolle Nährstoffe und einen authentischen Geschmack, sondern bringt auch viele Vorteile für die Umwelt“, betont Jacob von Manteuffel.

Die neue Algenindustrie stellt eine nachhaltige Alternative zur Fischerei dar und revolutioniert damit die Fischindustrie.Jacob von Manteuffel

Daher war eins ganz klar: Die Meeresalgen sollten noch mehr Genießern schmackhaft gemacht werden. „Wir haben gemerkt, dass die Menschen ein vertrautes Produkt brauchen, um mehr Meeresalgen zu essen“, sagt von Manteuffel. Die Wahl fiel auf Thunfisch. Dosenthunfisch, um genau zu sein. „Dosenthunfisch weckt Kindheitserinnerungen, ob mit Salat, Pasta, Pizza oder cremig auf Baguette“, so seine Begründung. „Er wird überall auf der Welt gegessen und in vielfältigen kulinarischen Konzepten verwendet.“

Veganer Thunfisch von BettaF!sh - perfekt im Salat

Image: Fabian Brennecke

Das Look & Feel von Thunfisch – aber rein pflanzlich

Das BettaF!sh-Team aus Expertinnen und Experten für Lebensmitteltechnologie sowie Koch-Profis machte sich ans Werk. Nach nur eineinhalb Jahren Recherche und Entwicklung stand das Produkt. TU-NAH nannten sie es und es genügte den hohen Ansprüchen, die Ficicioglu und von Manteuffel sich gesetzt hatten: sieht aus wie Thunfisch, schmeckt wie Thunfisch und ist noch dazu erschwinglich. „BettaF!sh ist das erste Unternehmen, das 100% pflanzliche Thunfisch-Alternativen mit Zutaten aus dem Meer herstellt“, betont von Manteuffel.

TU-NAH besteht aus handgeernteten, jodreichen Meeresalgen und nachhaltigen Ackerbohnen, beide aus europäischer Produktion. Das proteinreiche Sortiment ist frei von Soja, Weizen, Methylcellulose, Hefeextrakt, Zucker, Konservierungsstoffen und künstlichen Aromen. Im Oktober 2021 startete TU-NAH im deutschen Einzelhandel und fand sich bald auch in Supermärkten in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Angeboten werden verschiedene Sandwiches, Pizza und würzige Cremes für Dips und Aufstriche.

Pizza mit rein pflanzlichen Thunfisch

Image: Meike Bergmann

Nachhaltiger pflanzlicher Thunfisch erobert die Gastronomie

Seit Sommer 2022 gibt’s von TU-NAH auch ein Profisortiment für die Gastronomie. Besonderen Wert legt das BettaF!sh-Team dabei auf die Praxistauglichkeit. Die Profi-Produkte lassen sich genau so verarbeiten wie Thunfisch. „Für den Einsatz in der Gastronomie haben wir unseren TU-NAH optimiert – seine Anwendung in der kalten oder heißen Küche funktioniert einwandfrei”, sagt Co-Founderin Deniz Ficicioglu. Der Wechsel auf TU-NAH soll schließlich leichtfallen!

Tacos mit TU-NAH - die pflanzliche Thunfisch-Alternative findet auch in der Gastronomie Verwendung

Image: Christian Kerber

Gleich drei durchdachte Komponenten bietet das Profi-Portfolio. Neben der Base zum selber Würzen gibt es Topping & Filling, das mit seiner Hitzebeständigkeit bis 400 °C getrost in jeden Pizza- oder sonstigen Ofen wandern darf. Dritte im Bunde ist die mit veganer Majo verfeinerte Variante Creamy, perfekt als Sandwich-Aufstrich und in Wraps und Salaten. Mit dem innovativen Sortiment gelingen Spicy TU-NAH-Poke Bowl, Vitello TU-NAH-to oder Insalata Nizza, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Veganes Vitello TU-NAH-to

Image: Christian Kerber

Als Vertriebspartner konnte gleich zu Beginn die renommierte RUNGIS express GmbH gewonnen werden, die das Sortiment nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich und Polen anbietet. Mittlerweile gibt es die Gastro-Version von TU-NAH auch bei The Pool und demnächst auch bei Transgourmet.

Das Angebot kommt an und findet sich bereits unter anderem bei Piccola Pizza in Köln, Mission Pizza in Hamburg, Wild & Raw in Berlin und in der Wolke Pizzeria in Wien. Lucas Chatelain, Geschäftsführer Mission Pizza in Hamburg: „Seit dem Start von Mission Pizza im Jahr 2019 wollten wir unsere gesamte Speisekarte komplett vegan anbieten. Als wir den TU-NAH von BettaF!sh getestet haben, wussten wir sofort, dass es das Richtige für uns ist! Unsere starke vegane Community in Hamburg hat unsere Vegan Siciliana mit großer Begeisterung aufgenommen und wir sind sehr motiviert zu sehen, was die Zukunft für BettaF!sh bereithält.“

 

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Große Pläne sind jedenfalls geschmiedet. Für 2023 will das Unternehmen TU-NAH in zahlreichen neuen Gastro-Betrieben etablieren. Zudem stehen jede Menge Neuprodukte in den Startlöchern, darunter als Highlight eine kultige TU-NAH-Dose. Und auch an neue Fischsorten wird das BettaF!sh-Team sich wagen.

Tonnenweise Thunfisch gerettet

Schon jetzt ist der Erfolg beeindruckend. „Vier Tonnen Meeresalgen konnten wir bisher in unseren BettaF!sh Sandwiches, Cremes und Pizzen verarbeiten“ erzählt Deniz Ficicioglu. Doch dahinter steckt noch mehr. „Im Laufe eines Jahres haben wir 24 Tonnen Thunfisch gerettet“, bilanziert die Unternehmerin zufrieden, „indem wir sie einfach in Ruhe gelassen haben.“ Und das hat gleichzeitig 27 Tonnen Beifang gerettet. Mehr muss man nicht wissen, um TU-NAH richtig cool zu finden.

 

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