Ihr Browser ist veraltet. Es kann sein, dass nicht alle Funktionen dieser Websites angezeigt werden. Wir empfehlen, einen dieser Browser oder Versionen zu verwenden Mozila Firefox oder Google Chrome

Connect
To Top

Arbeiten in Singapur

Von: Lesezeit: 4 Minuten
Vorheriger Artikel Hightech-Playground
Nächster Artikel Alle zählen auf null

Impulsiv, herausfordernd, vielseitig: Singapur wird nicht umsonst als Schmelztiegel für Trends bezeichnet. Hier kann sich jeder arbeitswillige Expat ausprobieren, auf der Gastrowelle reiten und sich von außergewöhnlichen Konzepten beeindrucken lassen.

Kulturen, Könner und Konzepte

Singapur ist die Stadt der Superlative. Die schnellsten Fußgänger sind in der Stadt genauso beheimatet wie über 11.000 Restaurants und über 140 Hotels. Darunter auch der erste Streetfood-Stand mit Michelin-Stern. Was euch in Singapur erwartet, welche Restaurants ihr besuchen müsst und worauf sich Expats freuen dürfen, im Check.

Ohne Probleme könnte man in Singapur einige Wochen nur damit verbringen, in 5-Sterne-Hotels an 5-Sterne-Bars und in Sternerestaurants zu essen. Denn unter den 11.000 Restaurants in dem Inselstaat sind 37 Sternelokale. Darunter ein 3-Sterne-Restaurant, sieben Zweisterner und überraschenderweise zwei Hawker-Stände, das Hill Street Tai Hwa Pork Noodle und das Hong Kong Soya Sauce Chicken Rice and Noodle, die jeweils mit einem Stern ausgezeichnet wurden, sowie das günstigste Sternegericht weltweit, das für umgerechnet 1,30 Euro erhältlich ist.

Aber nur die Kulinarik in der Millionenstadt hat viel mehr zu bieten als Sterne: Als Tribut an das umliegend wohnende Meeresgetier ist die Küche Singapurs oft von Fisch und Meeresfrüchten geprägt. So wie Danny Lees Küche, dem man seinen Elitestatus zwar nicht ansieht, der aber mit seinem Krebsessen im Sin Huat Eating House mit den Plastiktischen und -stühlen in aller Munde ist. Denn das Design oder der Stil ist in Singapur nicht entscheidend, sondern das Essen. Und mit der Fischküche macht Danny Lee ordentlich Furore.

Das alleine würde aber die Kulinarik nur unzureichend beschreiben. Denn wer etwas Außergewöhnliches oder Extravagantes ausprobieren will und/oder schon einen Namen hat, zieht es automatisch auf die Insel. Wolfgang Puck macht es mit Steak, Joël Robuchon mit dem einzigen 3-Sterne-Restaurant, Andre Chiang mit seiner Oktaphilosophie oder eben der Streetfood-Stand Hill Street Tai Hwa Pork Noodles mit authentischer Nudelküche. Schon die kürzlich eröffneten Casino-Resorts Marina Bay Sands und Resort World Sentosa bieten mit rund 90 Food-Outlets ein kleines Paradies zwischen weltweit bekannten Küchenchefs wie Guy Savoy, Wolfgang Puck und Joël Robuchon und nationalen Restaurants. Singapur ist der perfekte Testmarkt: Viele Touristen, viele dicht besiedelte Gegenden, viele verhältnismäßig gut betuchte Einheimische und experimentierfreudige Klientel noch dazu.

Schnelles Wissen für Auswanderer

Für alle, die sich auch außerhalb von Restaurants die Beine vertreten und die Stadt erleben möchten, bietet Singapur einiges. Zuallererst aber ein bisschen Geografie: Die Gesamtfläche Singapurs entspricht knapp der Fläche von Hamburg. Allerdings etwas dichter besiedelt, denn mit 5,6 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von 710 Quadratkilometern weist Singapur die höchste Bevölkerungsdichte im südostasiatischen Raum auf. Singapur ist ein Stadtstaat und auf einer Insel neben Malaysia im Norden und Indonesien mit Sumatra und den Riau-Inseln im Süden. Im Westen berührt die Millionenmetropole mit der Straße von Malakka eine der am stärksten befahrenen Wasserstraßen der Welt. Im Süden liegt die Straße von Singapur. Umgeben von Wasser, ist es kein Wunder, dass Fisch und Meeresfrüchte beliebtes Kulturgut ist.

Die Stadt ist in verschiedene Viertel unterteilt. Vor der Stadt im Süden befinden sich Sentosa Island. Touristen und Urlauber freuen sich genauso wie Einheimische auf einen Besuch der kleinen Insel. Für Besucher sind die ursprünglichen Stadtteile der Metropole interessanter als die fünf Community-Development-Council-Distrikte. Südlich des Stadtzentrums findet man Chinatown – ein Tourismushotspot.

Wer sich in Singapur bewerben möchte, muss Motivationsschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse abgeben – je höher die vorhandenen Abschlüsse, umso einfacher ist es, einen passenden Arbeitgeber zu finden. Mit dem Arbeitgeber in der Tasche kann das Visum beantragt werden. Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten, die einfachste für zwei Jahre begrenzte Möglichkeit ist wohl das Arbeitsvisum. Hierfür müssen allerdings mindestens 1800 Euro pro Monat verdient werden. Bei der Beantragung der Visa helfen große Ketten aber immer, sodass man damit als Expat kaum Probleme haben sollte.

Die Menschen im Land sind sehr arbeitstüchtig. Mit rund 30 Prozent buddhistisch geprägten Einheimischen, 18 Prozent Katholiken, 15 Prozent Muslimen und weiteren anderen Religionen erkennt auch der Ungläubigste, dass die Einwohner mit Multikulti hervorragend umgehen können. Es gibt sehr reiche Menschen, dafür aber eine sehr viel breitere Mittelschicht und Arbeiter, die mehr am Stadtrand wohnen. Alle gemeinsam haben sie den Fleiß und den Ehrgeiz. Allerdings sind sie – umgeben von der Armut Asiens – geplagt von Verlustängsten, was manchmal als geizig oder zurückhaltend interpretiert werden kann. Aber die Stadt konnte nur so schnell wachsen durch ihre engagierten Einwohner. Die Regierung steckt zurzeit viel Geld in technische Errungenschaften wie flächendeckendes Breitband. Dass 100 Prozent der Bevölkerung an sauberes Wasser kommen, ist zudem beeindruckend, wenn man sich im Vergleich die Nachbarländer anschaut.

Vergessen darf man aber nicht, dass Singapur auch ein strenger Verbotsstaat ist: Kaugummikauen ist zwar wieder erlaubt, kaufen kann man ihn aber noch nicht im Land. Rauchen wird streng reglementiert. Eigentlich kann man für alles, was Spaß macht, belangt werden – und das nicht zu knapp. Für kleinen achtlos weggeworfenen Müll kann man schon einmal mit 100 Euro bestraft werden, Dosen oder Zeitungen können ein Vielfaches kosten. Dafür – wer hätte es geahnt – ist die Stadt aber auch sehr sauber.

Mit über zwölf Millionen Touristen pro Jahr in einer der saubersten Städte Asiens wird selbst dem faulsten Matheschüler klar, dass in der Stadt die Tourismusbranche boomt. Jobs wie Sand am Strand der Sentosa Island.

Geburtsstätte der Trends

Nicht nur die 12 Millionen Touristen, auch die 5,6 Millionen Einwohner sind ausgehfreudig. Singapur ist deshalb ein perfekter Einstieg in die Gastronomie- und Hotellerieszene Asiens. Auch die Sprache – alle sprechen Englisch – ist ein absoluter Pluspunkt der Stadt. Viele internationale Köche kommen in die Inselstadt, um hier ihr gastronomisches Können zu testen. Unzählige Cafés, süße Lokale, herzhafte Verkaufsstände, Food-Festivals oder Pop-up-Restaurants sorgen für eine Vielfalt, die mancher Stadt in Europa guttun würde. Zusammengefasst gibt es in Singapur nichts, was es nicht gibt. Und wenn es es mal gab und nicht funktioniert hat, dann wird es auch sonst wenig Erfolg haben. Denn in Singapur zerplatzen Träume genauso schnell, wie sie wahr werden.

 

Facts:

Karrierechance

Alles, was du dir vorstellen kannst. In Singapur ist alles möglich. Gehobene Restaurants, Straßenküchen, Sternehotels ohne Ende: Nur noch Arbeitgeber finden, Visum beantragen und los geht’s!

Bewerbung

Sprechen Sie Chinesisch? Bei internationalen Ketten und Restaurants ist eine Bewerbung auf Englisch absolut ausreichend. Wer glänzen will, kann die Bewerbung aber auch auf Chinesisch schreiben.

Wohnungsmarkt

Schuhe ausziehen nicht vergessen! Je näher du an Distrikt 10 wohnen möchtest, desto teurer wird es. Wenn du weißt, wo und wie viel es kosten darf, suchst du über einen Agenten dein neues Zuhause.

Mentalität

Fleißiges Volk! Die Einwohner Singapurs sind multikulturell, ehrgeizig und fleißig. Nur so konnte die Stadt so rasant wachsen. Die Verlustangst äußert sich manchmal durch Geiz.

Auf der Suche nach einem neuen Job?

Hier geht es zur Jobbörse von RollingPin

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

More in Chef's Life

  • Das Bauhaus der Gastronomie

    Geschichte hat er bereits geschrieben. Jetzt will René Redzepi auch noch Schule machen. Sein Wunsch, mit gleichgesinnten Gastronomen aus aller Welt...

    Ilona MarxJuli 20, 2020
  • Die 20 besten Köche auf Instagram 2020

    Underdogs und Spitzenstars, Hobby- und Berufsgourmets: Sie alle tummeln sich auf Instagram. Instagram verbindet Feinschmecker über Küchen- und Ländergrenzen hinweg. Auch...

    KTCHNrebel RedaktionsteamJuni 15, 2020
  • Das rohe Verlangen

    Ein Health-Food-Deli mischt die florentinische Gastroszene auf. Das #RAW im Up-and-Coming-Viertel Santo Spirito bringt frischen Wind in die traditionsbewusste italienische Küche.

    Ilona MarxMai 25, 2020
  • Hanf – Ein Crashkurs

    Geächtet oder geschätzt? Einigkeit herrscht -darüber, dass das Potenzial der Nutzpflanze noch nicht ausgeschöpft ist. Hanf ist die älteste Nutzpflanze der...

    Alexandra Gorsche - Falstaff PROFIApril 23, 2020
  • Food School: Vegane Pulled Pork Alternativen

    Pulled Pork ist seit Jahren im Trend, doch auch Vegetarier und Veganer müssen nicht befürchten etwas zu verpassen: Für sie und...

    Alexandra Gorsche - Falstaff PROFIMärz 23, 2020
  • Einhundert Prozent Leidenschaft

    Der Fachkräftemangel lässt die Gastronomie heute rot sehen. Die Zukunft scheint schwarz. Die orangene Flamme auf den Schürzen der Guerilla Chefs...

    Maya WilsonMärz 2, 2020
  • Was verdient man in der Gastronomie – Ein internationaler Überblick

    Ueber Geld spricht man nicht. Oder doch? Wir schauen, wie es um die Gehälter in der Gastronomie steht: Wie viel verdient...

    Isabell KniefFebruar 19, 2020
  • CBD: Bahnbrechende Neuerung oder kurzlebige Mode?

    CBD, THC, Hanf und Cannabis – von Trendsettern werden diese Stoffe als der nächste große Hit für Foodservice-Anbieter gepriesen, doch die...

    Thomas Lawrence - FCSIFebruar 6, 2020
  • Guck mal, was da gärt!

    Fermentation ist das nächste große Ding. Trendige Küchenprofis katapultieren die Technik aus Großmutters Zeiten direkt in die Zukunft.

    Barbara E. EulerJanuar 30, 2020