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Kreativ, kreativer, am kreativsten: Lukas Mraz

Zur Zeit ist Lukas Mraz offiziell „Sohn“. Denn seit 2017 steht er im Michelin-Sterne gekrönten Familienrestaurant „Mraz und Sohn“ gemeinsam mit seinem Vater Markus am Herd.

Nach einigen Jahren in der Sternegastronomie, die schon dem damals 25-Jährigen dank schlechter Erfahrungen fast die Lust am Traumberuf genommen habt, konnte Lukas als Küchenchef zuletzt zweieinhalb Jahre in der Berliner Cordobar seiner einfallsreichen Kreativität freien Raum lassen. Einfache Originalität heißt bei Mraz, mit allem zu experimentieren und sei es mit Blutwurst auf Pizza. In Berlin heute stadtbekannt und in der kulinarisch hippen Berliner Weinbar zum Kassenschlager avanciert.

Schon als Kind wollte Lukas Koch werden. Tatsächlich startete er als 14-Jähriger seine dreijährige Ausbildung an der Gastronomiefachschule. Mit nur 17 Jahren nahm Jean-Georges Klein ihn im zu der Zeit mit drei Michelin-Sternen ausgezeichneten „L’Arnsbourg“ in die Lehre. Von Frankreich ging es nach Holland in die Küche von Jonnie Boer im „De Librije“ und schließlich ins „Vendome“ in Bergisch-Gladbach.

Wen wundert dieser Traum? Das Kochen ist dem jüngsten Mraz in die Wiege gelegt. Urgroßvater, Großvater, Vater und Bruder – alle erfolgreiche Gastronomen. Zurück in Wien darf nun der talentierte, jüngste Nachwuchs im Familienbetrieb einiges auf den Tisch bringen, was es dort bisher nicht gab, z. B. ein 14gängiges Tasting Menu. Darin vereint der Youngster am liebsten „Österreichisches ohne Grenzen“ — und versteht das durchaus als politisches Statement.

Ins Rennen um Sterne will Lukas Mraz (zur Zeit) nicht eintreten. Die Bodenhaftung nicht zu verlieren, ist ihm in der Küche und in seiner Karriere ausgesprochen wichtig. Themen, derer er sich annimmt, sind zum Beispiel der Respekt vor dem Produkt, die Ganzheit des Tieres und Nachhaltigkeit in der Küche. Und doch zählt seine jetzige Koch-Heimat in Wien-Brigittenau bereits dank der Leistungen von Markus Mraz, dem Koch des Jahres 2017, zu den Top-Adressen der österreichischen Gourmetszene. Lukas´ originelle Kreationen geben Papas Restaurant eine neue Handschrift: Lukas hat wieder Spaß am Kochen und serviert Produktkombinationen und Kochtechniken so hemmungslos und erfrischend, dass auch der Gast mit Freude genießt. Ein Spitzenkoch ohne Etepetete: unprätentiös, jung und notorisch rastlos. Die Spitzengastronomie beurteilt er heute versöhnlich und spricht von einem Wandel mit weniger Effekthascherei, mehr Geschmack und einem humaneren Umgangston in der Küche. Lukas´ Devise für den Nachwuchs lautet dennoch „Work hard – Party hard“!

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