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Anthony Sarpong – The Balancer

Von: Lesezeit: < 1 Minute
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Der gebürtige Ghanaer Anthony Sarpong ist immer für Überraschungen gut. Über den 37-Jährigen heißt es, er sei ein gastronomisches Multitalent, ein Ausnahmechef, aber auch ein Tausendsassa. Er führt ein Gourmetrestaurant im nordrhein- westfälischen Meerbusch, das für sein kreatives Konzept 2018 mit einem Michelin Stern ausgezeichnet wurde.

Sarpong bringt in die ländliche Kleinstadt kulinarische Köstlichkeiten mit Ideen und Zutaten aus aller Welt. Er verbindet Aromen, die er in seiner Zeit als reisender Privatkoch rund um den Globus eingesammelt hat, zu ganzheitlichen Genusserlebnissen. Dabei geht es ihm nicht nur um ein einzelnes Gericht, er strebt nach einem achtsamen Umgang mit allen Ressourcen, die ihm zur Verfügung stehen und kreiert Speisefolgen, die den Genießer schlicht verzaubern sollen. Unterstützen lässt er sich dabei von einem internationalen Team, das für ihn Familie ist – wie seine Frau und seine drei Kinder.

Sarpong selbst ist als Achtjähriger mit seiner Familie aus Ghana nach Deutschland gekommen. Er wuchs in Wiesbaden auf und hat dort im Crown Plaza Hotel seine Kochausbildung absolviert. Nach vielen Reisen und Stationen tat er 2015 den nächsten Schritt und suchte die Location für sein erstes eigenes Restaurant. Die richtige Adresse für „Anthony´s Kitchen“ fand er in der Nähe Düsseldorfs. In Meerbusch, wo er zu der Zeit bereits wohnte, kannte er sich einfach gut aus, besser als im Düsseldorfer Stadtzentrum oder auf der Königsallee.

Zu seinem Restaurant gehört eine Kochschule, in der sich jeder Anregungen und ein bisschen Handwerkszeug fürs New Dining nach Hause holen kann. Den Spaß, den die Kochschüler bei ihm haben sollen, strahlt der Küchenchef aus. Er schafft nicht nur ein perfektes Ambiente, er zieht seine Gäste in seine persönliche Feel-Good-Aura hinein.

Diese positive Ausstrahlung wundert wenig, denn Sarpong verrät auf Facebook, dass er seinen Job als den „wohl ehrbarsten Beruf der Welt“ und als Berufung versteht. Der Kochkünstler, den die Gastronomie beinahe an den Fussball verloren hätte – auch deshalb weil Kochen für einen Mann in Ghana unüblich war -, sagt von sich, als Koch seine Erfüllung gefunden zu haben. Ein Bonus nicht nur für ihn sondern auch für sein Team und seine Gäste, denn ihn treibt an, Menschen, die sich ihm und seinem Talent anvertrauen, glücklich zu machen – mit Essen, das die Seele zum Leuchten bringen kann.

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