Isabella Potà und ihr Mann Floriano Pellegrino vor ihrer Karte
Image: Bros

Isabella Potì: Erfolg hat keine Endstation 

Mit 20 ein eigenes Restaurant, mit 21 auf der Forbes-Liste „30 Under 30“, wenig später ein Michelin-Stern. Isabella Potì hat eine Karriere hingelegt, für die andere mehrere Leben bräuchten. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Floriano Pellegrino führt sie das Restaurant Bros’ im apulischen Martina Franca, in dem ihre kulinarischen Kreationen den traditionellen Geschmack Apuliens mit kreativem, modernem Stil vereint. Und neben der Unternehmensgruppe Pellegrino Brothers, drei Kindern, zahlreichen Model-Aktivitäten und noch mehr medialen Auftritten händelt Isabella Potì auch noch einen Rugbyklub.

(K)Eine Ausnahmeerscheinung


Kurz: Die 30-Jährige bricht so gut wie mit allen Klischees, die es in der Welt der Sternenküche gibt. Als Ausnahmeerscheinung in der – nach wie vor von Männern dominierten – Gastrowelt sieht sich Isabella Potì dennoch nicht. „Ich glaube, die Gastronomie sollte ein Ort sein, an dem Talent, Hingabe und Kreativität mehr zählen als alles andere. Wichtig ist nicht, eine Ausnahme zu sein, sondern ein Umfeld zu schaffen, in dem alle die Möglichkeit haben, ihr Potenzial zu entfalten“, betont die Rational-Markenbotschafterin. Sie habe nie darüber nachgedacht, eine Frau in einem männerdominierten Beruf zu sein, sondern sei immer nur darauf fokussiert gewesen, ihre Arbeit so gut wie möglich zu machen, zu lernen und besser zu werden. „Aber wenn meine Geschichte andere junge Frauen dazu ermutigen kann, ehrgeizige Ziele zu verfolgen, ohne sich durch Erwartungshaltungen eingeschränkt zu fühlen, dann freut mich das.“

Isabella Potì in ihrer Küche des Bros
Image: Bros

Man werde oft unterschätzt, wenn man jung ist, so Potì. „Das gilt unabhängig vom Geschlecht, kann aber durchaus auf Frauen in Profi-Küchen stärker zutreffen. Ich habe sehr früh gelernt, dass Beständigkeit die beste Antwort darauf ist. Mit der Zeit sagen Ergebnisse mehr als Worte. Respekt kann man nicht einfordern – man verdient ihn sich durch Hingabe und Ausdauer.“

Vorbild Familie


Die Hingabe für das Kochen wurde der Tochter einer polnischen Mutter und eines italienischen Vaters quasi in die Wiege gelegt. 1995 in Rom geboren, wuchs sie in einer Familie auf, in der Essen stets die Menschen zusammengebracht hat; um wichtige Momente zu feiern oder einfach, um zusammen zu sein. Sie selbst kochte bereits mit sieben Jahren zusammen mit ihrer Mutter Desserts. „Das hat mich nachhaltig geprägt“, sagt sie heute. Die Frauen in der Familie wurden zu ersten Vorbildern. „Sie haben mir beigebracht, dass es beim Kochen nicht nur um Technik geht, sondern auch um Großzügigkeit, um Erinnerungen und Sorgfalt. Später hatte ich aufgrund meiner Reisen und beruflichen Stationen das Glück, von einigen der größten Küchenchefs Europas zu lernen, aber die Werte, die ich zu Hause vermittelt bekam, bilden weiterhin das Fundament von allem, was ich tue.“

Ein Gericht wird von einer silbernen Haube und einer Hand mit einem weißen Handschuh enthüllt
Image: Bros

Ein Rezept, mit diesem Tun auch erfolgreich zu sein, gäbe es dennoch nicht, meint Isabella Potì. „Erfolg ist das Resultat von Neugier, Disziplin, Belastbarkeit und einem unendlichen Verlangen zu lernen. Er entsteht auch dadurch, dass man sich mit Menschen umgibt, die einen herausfordern und inspirieren. Am wichtigsten ist jedoch Konsequenz, besonders in schwierigen Momenten. Man wächst, wenn man auch dann weitemacht, wenn die Dinge nicht einfach sind, und wenn man bescheiden genug bleibt, um kontinuierlich dazuzulernen.“

Ein Lokal zu führen, bedeute jedenfalls mehr als nur zu kochen. Es erfordere Führungsqualitäten, Organisation, Kommunikation, Liebe zum Detail und die Fähigkeit, eine starke Teamkultur aufzubauen, betont die Sterneköchin. „Ein erfolgreiches Restaurant ist das Ergebnis der Zusammenarbeit vieler Menschen, die auf eine gemeinsame Vision hinarbeiten. Der Gast sieht nur das finale Erlebnis, aber dahinter steckt ein enormes Maß an Teamarbeit, Vertrauen und Hingabe. Der menschliche Aspekt ist dabei genauso wichtig wie der kulinarische.“

Zwei angerichtete Teller stehen auf einem Tisch beleuchtet durch einen Sonnenstrahl
Image: Bros

Profi-Equipment


Neben den handelnden Personen ist in den Profiküchen von heute jedoch auch das richtige Equipment von entscheidender Bedeutung. Nicht nur als Markenbotschafterin von Rational zeigt sich Isabella Potì überzeugt von der Qualität des Weltmarktführer für Großküchengeräte, sondern auch als Anwenderin: Im Bros‘ arbeiten sie und ihr Team mit zwei iCombis und einem iVario von Rational. Diese „großartigen Geräte spielen eine wichtige Rolle in unserer täglichen Arbeit“, so die Sterneköchin. „Was ich am meisten schätze, ist die Möglichkeit, individuelle Programme zu erstellen. Das hilft uns, unsere Arbeit zu standardisieren, es gibt dem Team mehr Freiheiten, dennoch können wir jeden Tag dieselbe Qualität beibehalten.“

Man spare viel Zeit, reduziere Fehler und schaffe eine Beständigkeit im gesamten Team, erläutert Potì. Nachsatz: „Ich schätze ihre Zuverlässigkeit und Langlebigkeit.“ Sie selbst habe auch ein erklärtes Lieblingsprodukt ihrer Rational-Geräte: „Brot, ohne jeden Zweifel. Mit ihnen gelingt uns perfekt gebackenes Brot viel einfacher und beständiger als in der Vergangenheit.“

Zudem sei es gerade für sie von großem Vorteil, aufgrund der digitalen Technik aus der Ferne überprüfen zu können, wie die Vorbereitungen in der Küche laufen. Denn Isabella Potì ist nicht nur Restaurant-Chefin, sie ist auch dreifache Mutter und … Präsidentin eines Rugby Clubs. Ein Sport, der laut ihr auf dem Gleichen aufbaut wie eine Profi-Küche: Disziplin, Respekt, Engagement und Teamwork. „Was ich dabei am meisten liebe, ist das Gemeinschaftsgefühl. Im Rugby gewinnt niemand allein, und ich denke, das Gleiche gilt für die Gastronomie. Hinter jedem großen Erfolg steht immer ein Team, das gemeinsam auf ein gemeinsames Ziel hinarbeitet. Dieser Geist der Zusammenarbeit und der kollektiven Verantwortung ist etwas, das mich zutiefst anspricht.“

Die Küchencrew des Bros steht in der Küche und guckt in die Kamera
Image: Bros

Was wirklich zählt


Dass sich diese Leidenschaft mit ihrer Arbeit und ihrer Familie allein zeitlich vereinbaren lässt, sei nicht selbstverständlich, sondern etwas, an dem man jeden Tag arbeiten müsse, so Potì. „Als ich Mutter wurde, dachte ich, dass mein Beruf nicht mit Kindern vereinbar ist. Aber dann haben wir gelernt, uns anders zu organisieren, manches zu entschleunigen und Zeit auf eine völlig neue Art und Weise wertzuschätzen. Das Muttersein hat mich zutiefst verändert. Mir wurde klar, was wirklich zählt, es hat mich bewusster und dankbarer werden lassen. Meine Arbeit bleibt ein wesentlicher Teil dessen, wer ich bin, aber heute verstehe ich, dass Erfolg nicht nur am Beruf gemessen wird.“

Bleibt die Frage nach der Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann. Ein Unternehmen im Gastgewerbe zu führen ist an sich schon ein überaus stressiges Unterfangen. Wie funktioniert das Seite an Seite mit dem Partner? „Es funktioniert, weil wir in erster Linie eine gemeinsame Vision haben, und erst in zweiter Linie Geschäftspartner sind. Natürlich gibt es Herausforderungen. Wenn man zusammenlebt und -arbeitet, gibt es kaum eine Trennung zwischen Privat- und Berufsleben. Aber im Laufe der Jahre haben wir gelernt, auf die Stärken des anderen zu vertrauen und gegenteilige Ansichten zu respektieren. Was uns vereint, ist unsere gemeinsame Leidenschaft, etwas Bedeutsames zu kreieren. Wir fordern einander heraus, unterstützen uns gegenseitig und entwickeln uns gemeinsam weiter. Ich glaube, dass gegenseitiger Respekt und Vertrauen das Fundament sowohl für eine starke Beziehung als auch für eine erfolgreiche Partnerschaft bilden.“

Isabella Potà und ihr Mann Floriano Pellegrino sitzen in ihrem Restaurant
Image: Bros

Neue Wege


Hat Isabella Potì also mit 30 erreicht, was sie erreichen wollte? „Überhaupt nicht“, so die Antwort. In dem Moment, in dem man glaube, angekommen zu sein, höre man auf, sich zu entwickeln. Ihre Ziele hätten sich allerdings schon verändert: sinnstiftende Projekte, ein starkes Team, Unterstützung für jüngere Generationen – und weiteres Wachstum als Köchin. Und als Mensch. „Erfolg hat keine Endstation. Es ist der fortlaufende Prozess, sich selbst zu hinterfragen und neue Wege zu finden, um besser zu werden.“ 

Jungen Menschen in der Küche rät sie deshalb zu Neugier und Geduld. Und zum Reisen. „Arbeitet an unterschiedlichen Orten und bleibt offen für Kritik. Können ist wichtig, aber Hingabe, Bescheidenheit und Ausdauer sind das, was euch mit der Zeit wachsen lässt. Und habt keine Angst davor, Fehler zu machen – sie sind oft die wertvollsten Lektionen. Das Wichtigste ist, sich stets daran zu erinnern, dass dieser Beruf Leidenschaft erfordert, denn es ist die Leidenschaft, die einen durch die schwierigen Momente bringt.“

Isabella Potì mit verschränkten Armen in ihrer Küche des Bros
Image: Bros

Zur Person: Isabella Potì

Isabella Potì, geboren am 26. Dezember 1995 in Rom, ist eine Spitzenköchin, Pâtissière und Unternehmerin mit italienisch-polnischen Wurzeln.

Heute führt sie gemeinsam mit Ehemann Floriano Pellegrino als Küchenchefin und Mitinhaberin das Restaurant Bros’ in Martina Franca in Apulien. Darüber hinaus ist Potì Mitgründerin der Unternehmensgruppe Pellegrino Brothers, zu der mehrere Gastronomie- und Kreativprojekte gehören.

  • Ausbildung (Auswahl): Stationen bei Claude Bosi (London), Martín Berasategui (Spanien) und im Mirazur (Menton).
  • Auszeichnungen: Aufnahme in die Forbes-Liste „30 Under 30 Europe“ (2017), Erhalt des ersten Michelin-Sterns für das Bros‘ (2018).
  • Medien: Jurorin bei MasterChef Italia und Il Ristorante degli Chef; Autorin des Kochbuchs „Millennial Cooking“. Model-Tätigkeit für Marken wie Nike, Maserati, Land Rover und Amazon, Cover-Shootings u.a. für Vogue und Vanity Fair.
  • Küchenstil: Kulinarische Avantgarde, minimalistisch, aromenintensiv

Als offizielle Markenbotschafterin des Profiküchenherstellers RATIONAL verbindet Isabella Potì ihre avantgardistische Handschrift und ihre besondere Expertise in der Pâtisserie mit moderner, effizienter Küchentechnologie.