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Von: Lesezeit: 2 Minuten
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Das Internet der Dinge (IoT) hat ein großes Potential, den gesamten Foodservice-Sektor zu verändern. Elly Earls findet mehr darüber heraus.

Das Internet der Dinge (IdD) führt dazu, dass sich die Fertigungsindustrie und andere Industrien, in denen viele Anlagen zum Einsatz kommen, rasant verändern. Nutzt man laut einem Bericht von Accenture vernetzte Geräte, um vorherzusehen, wann eine Maschine gewartet werden muss, statt einfach abzuwarten, bis sie komplett ausfällt, so können die Wartungskosten um 30 % reduziert werden, außerdem treten fast 70 % weniger Ausfälle auf.

Die mögliche Wirkung des IdD, das bis zum nächsten Jahr ein Netzwerk von mehr als 42 Milliarden intelligenten Geräten umfassen wird, ist für Unternehmen, die im Foodservice tätig sind, ebenso bedeutsam.

In einer Branche mit immer engeren Margen könnte die verbesserte Effizienz, die dadurch entsteht, dass Sensoren und RFID-Tags an Ausrüstung und Bestand mit cloudbasierten Datenbanken verbunden werden, auf welche die Mitarbeiter über mobile Apps zugreifen können, sogar den Unterschied zwischen Erfolg und Niederlage ausmachen.

Laut Gartner können Lebensmittel- und Getränkeunternehmen bis zum Jahr 2020 durch intelligente Geräte jährlich Kosteneinsparungen von bis zu 15 % erzielen.

Einer der Wege, wie das IdD im Foodservice schon heute genutzt wird, ist die Verbesserung der Lebensmittelsicherheit. Anstelle von manuellen Prozessen auf Papierbasis investieren immer mehr Betreiber in Sensoren, die Status und Temperatur der Kühlanlagen laufend überwachen. Diese Geräte sorgen dafür, dass Restaurantleiter automatische Warnmeldungen auf ihr Smartphone erhalten – unabhängig davon, ob sie gerade vor Ort sind oder nicht. So können sie geeignete Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass der Inhalt der Kühlgeräte verdirbt.

IdD-Technologien wie Temperaturfühler, Barcode-Scanner und RFID-Infrarotlesegeräte werden verwendet, noch bevor die Zutaten die Küche erreichen, um Lieferungen zu verfolgen und Änderungen von Temperatur, Feuchtigkeit oder anderen Faktoren über die gesamte Lieferkette zu überwachen, die sich auf die Qualität der Nahrungsmittel auswirken können.

Kochgeräte, die über Sensoren gesteuert werden können, welche mit dem Internet verbunden sind, setzen sich ebenfalls immer mehr durch, was vor allem auf die damit verbundenen Arbeitseinsparungen zurückzuführen ist. So bietet der Kombidämpfer SelfCookingCenter von Rational bereits vorprogrammierte Kochvorgänge wie Übernachtgaren, Grillen und Schmoren und sendet über die Vernetzungslösung ConnectedCooking sogar Push-Nachrichten über alles, was in und am Gerät passiert.

Die Echtzeit-Überwachung von angeschlossener Ausrüstung wie Kühlschränken und Öfen ermöglicht außerdem detaillierte Messungen des Energieverbrauchs und kann so im Laufe der Zeit dazu beitragen, die Energieeffizienz von Unternehmen zu verbessern, während der Einsatz von RFID-Tags, um Artikel in einem abgetrennten Bereich zu lagern, bedeutet, dass diese bei Bedarf automatisch wieder aufgefüllt werden können, so wird die Komplexität des Beschaffungsvorgangs reduziert.

Obgleich Mobilgeräte wesentlich komplexer sind als Sensoren und RFID-Tags, werden auch sie ein wichtiger Teil des vernetzten Restaurants der Zukunft sein.

So können beispielsweise intelligente Apps zur Zeiterfassung auf den Mobilgeräten der Mitarbeiter den Betreiber informieren, ob sich die Mitarbeiter im Gebäude aufhalten, und diese ein- und ausstempeln. Betreiber können außerdem Geolokalisierungsservices nutzen, um zu sehen, ob sich ein Mitarbeiter tatsächlich im Restaurant aufhält, wenn er dies behauptet – und nicht etwa von zu Hause aus einstempelt.

Und um noch einen Schritt weiter zu gehen, können Mobilgeräte auch genutzt werden, um Kunden zu erkennen, sobald diese das Restaurant betreten, und ihr Besuchserlebnis genau an ihre individuellen Vorlieben anzupassen.

Für Christian Berthelsen, Technikvorstand bei Fourth, einem Unternehmen für Technologie im Gastgewerbe, liegt der Schlüssel zum Erfolg für Restaurantbetreiber, die das IdD nutzen wollen, um ihre Abläufe besser zu vernetzen, darin, schnell zu scheitern und nach Fehlern rasch weiterzumachen.

„Heute experimentieren Anbieter selbst noch mit dem IdD, um ein vernetztes Restaurant zu erschaffen“,

schrieb er kürzlich in einem Blogeintrag.

„Es gibt schon heute Kühlschränke, die mit dem Internet verbunden sind und in Echtzeit die Temperatur messen, ebenso bestimmte RFID-Funktionen und mobile Zeiterfassungs-Apps für Mitarbeiter. Diese werden jedoch isoliert eingesetzt. Alle diese Dinge zusammenzubringen bleibt eine Herausforderung, wenn auch eine, die sich bewältigen lässt.

Unabhängig davon hat der Umbruch in der Restaurantbranche bereits begonnen, und das vernetzte Restaurant wird eher früher als später Realität werden.“

 

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